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  |  22. September 2014

KUNST UND GELD WEG

Kaufhaus Jandorf Berlin. © POSITIONS BERLIN, 2014

Gier frisst FREIHEIT. © 2014 Ralf Kopp

Gier frisst FREIHEIT. © 2014 Ralf Kopp

Bereits am Freitag berichteten wir über das außergewöhnliche Experiment des Darmstädter Künstlers Ralf Kopp. „Gier frisst“ war der Titel seines Kunst-Experiments im Rahmen der Berlin Art Week. Mit  mehreren Tausend 1-Cent-Münzen hat Ralf Kopp auf dem Bürgersteig vor der Messe das Wort Freiheit  nachgebildet. Ein ungeschützter Geldhaufen im Wert von mehreren Hundert Euro. Der Künstler wollte wissen, was mit dem Geld geschieht und was aus der „Freiheit“ wird? „Wird Gier die Freiheit zerstören und auf diese Weise das künstlerische Material wieder dem Geldkreislauf zuführen?“

Am Donnerstag, den 18. September, hat der Künstler seine Installation auf dem Platz vor dem ehemaligen Kaufhaus Jandorf in Berlin-Mitte vollendet. Nach nur 12 Stunden war die „Freiheit“ bereits verschwunden. Mehrere Passanten bedienten sich im Laufe des Abends an dem ungeschützten Geldhaufen. In Frankfurt hatte eine ähnliche installative Aktion – dort legte der Künstler das Wort „Vertrauen“ – ein wenig länger gehalten als in Berlin. Laut Kopp waren die Reaktionen der Passanten in beiden Städten jedoch ähnlich. Viele bestaunten und fotografierten das Kunstwerk und nicht wenige haben eher ihr eigenes Geld dazugelegt, statt welches wegzunehmen. Einige Besucher haben sich sogar die Mühe gemacht, die Münzstapel wieder herzurichten wenn andere darüber gelaufen sind. Trotz der zahlreichen Bemühungen, die Buchstaben wieder in Ordnung zu bringen, hat die „Freiheit“ kaum bis zum Folgetag überlebt. Je schlechter das Wort gegen Ende zu erkennen war, desto weniger Hemmung schienen die Menschen zu haben, sich an dem Geldstapel zu bedienen.

Die künstlerischen Projekte von Ralf Kopp haben stets eine soziale Komponente. In den Aktionen „ankommen“ und „50 € helfen satt zu werden“ wurden Editionen bedruckter 5-€-Scheine für einen guten Zweck verkauft. Mit dieser installativen Aktion in Berlin wollte Kopp die Messebesucher anregen, über das Verhältnis von Geld, Kunst und Freiheit im Umfeld einer kommerziellen Kunstmesse nachzudenken.

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