16. September - 09. Oktober 2016

25 KULTURREGION STUTTGART

Im Jubiläumsjahr erstrahlen '"Aufstiege" mit Lichtkunst

Was 1991 als Zusammenschluss von 19 Kommunen mit ehrgeizigen Plänen für gemeinsame Ausstellungsprojekte begann, hat sich heute als Initiator innovativer Kunstformate im öffentlichen  Raum etabliert. Zu  25. Jubiläum der  KulturRegion Stuttgart stellte der künstlerische Leiter des diesjährigen  Projekts, Joachim  Fleischer, erste künstlerische Positionen des Lichtkunstfestivals "Aufstiege" vor. 

Wie bereits bei ihrem ersten Projekt "Platzverführung" 1992/93 verwirklicht die KulturRegion mit diesem Projekt erneut Kunstwerke im öffentlichen Raum. Im Jubiläumsjahr des regionalen Verbunds präsentieren 43 Künstler aus über zehn Nationen ortsspezifische Lichtkunstwerke zum Thema "Aufstiege" in 27 Städten und Gemeinden. Die Auseinandersetzung mit Freitreppen, Türmen oder Unterführungen wird die Vielfalt des zeitgenössischen Lichtkunstschaffens drei Wochen lang sichtbar machen.

Die australische Künstlerin Michaela Gleave entwickelt für den Grafenberg einen leuchtenden Schriftzug, der für die Bewohner von Schorndorf bei Tag und Nacht sichtbar sein wird. In ihrer Arbeit ist häufig das Universum Gegenstand der Betrachtung. Ihre Installationen lassen uns die Beziehung zu unserer Umgebung hinterfragen, was wir als Realität begreifen und wie wir unsere Präsenz darin einschätzen. Die Zeile "We are made of stardust" erinnert den Betrachter an die menschliche Vergänglichkeit und lässt das individuelle Streben nach Fortschritt ins Unwesentliche zerfallen.

Ryoji Ikeda gehört zu den führenden Klang- und Videokünstlern weltweit. In seiner Werkreihe "Test Pattern" konfrontiert er den Besucher mit unserer digitalen Datenwelt. "Test Pattern" ist ein System, in dem Daten jeglicher Form wie Bilder, Musik oder Text in binäre Codes und Barcodes umgewandelt werden. Aus diesem Material entstehen raumgreifende Installationen, mit denen er die Grenzen der menschlichen Wahrnehmung auslotet und Codes in eine sinnlich erfahrbare Ebene transportiert.

Robert Seidel setzt sich in seinen Arbeiten oft mit historischen Räumen und Skulpturen auseinander. Mittels Videoprojektion überzeichnet er diese mit Licht und versetzt sie in Bewegung. Seine Überschreibungsprozesse sind dabei sensible Annäherungen an vermeintlich Vergangenes in zeitlichen als auch sichtbaren Schichtungen. An der Felsenkapelle St. Salvator in Schwäbisch Gmünd treffen seine Projektionen auf ein historisches Umfeld aus dem 17. Jahrhundert. Das fließende Licht lässt immer wieder Fragmente der ungewöhnlichen Architektur erkennen und löst sie temporär in Prozessen auf.

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