25. - 04. Februar 2017 Royal Academy of Art London

AMERICA AFTER THE FALL

Jackson Pollock, Untitled, c. 1938-41, Oil on linen, 56.5 x 127.5 cm, The Art Institute of Chicago, (c) The Pollock-Krasner Foundation ARS, NY and DACS, London 2016.
Edward Hopper, Gas, 1940, Oil on canvas, 66.7 x 102.2 cm, Collection of Museum of Modern Art, New York, (c) 2016. Digital image, The Museum of Modern Art, New York/Scala, Florence.
Thomas Hart Benton, Cotton Pickers, 1945, Oil on canvas, 81.3 x 121.9 cm, (c) Benton Testamentary Trusts/UMB Bank Trustee/VAGA, NY/DACS, London 2016.
Grant Wood, American Gothic, 1930, Oil on beaver board, 78 x 65 cm, The Art Institute of Chicago.
Georgia O'Keeffe, Cow's Skull with Calico Roses, 1931, Oil on canvas, 91.5 x 61 cm, The Art Institute of Chicago, (c) Georgia O'Keeffe Museum / DACS 2016.

Kunst zur Zeit der Großen Depression

Im Februar 2017 präsentiert die Royal Academy of Arts in London die Ausstellung "America after the Fall: Painting in the 1930s". Sie zeigt Gemälde aus den 1930er Jahren, die das turbulente wirtschaftliche, politische und ästhetische Klima widerspiegeln, das in Amerika in den Jahren nach dem Schwarzen Freitag an der New Yorker Börse von 1929 herrschte.

Die Ausstellung beinhaltet fünfundvierzig wichtige Gemälde von einflussreichen Künstlern der Zeit, die aus Sammlungen aus den gesamten USA stammen. Zum allerersten Mal wird Grant Woods ikonisches Gemälde "American Gothic" von 1930 (Art Institute of Chicago) außerhalb Nordamerikas gezeigt.

Die zerstörerische Auswirkung der Großen Depression, die durch den Börsencrash herbeigeführt wurde, versetzte Amerika in den 1930er Jahren in große Aufruhr. Im darauffolgenden Jahrzehnt waren überall im Land, das sich im Aufschwung befunden hatte, die Folgen der Wirtschaftskrise deutlich zu sehen.

Es herrschte wirtschaftliche Instabilität und das gesellschaftliche Elends wurde durch Massenverstädterung, Industrialisierung und Immigration noch verstärkt. Die Künstler versuchten, diesen schnellen Wandel festzuhalten und in ihren Werken die amerikanische Identität neu zu definieren, wodurch sie ungewollt eine Debatte über eine neue nationale Kunstform auslösten.

Diese auf amerikanische Kunst fokussierte Untersuchung zeichnet sich durch eine große Vielfalt an künstlerischen Erträgen aus. Die Künstler experimentierten mit Formen von Abstraktion bis hin zu Regionalismus und Surrealismus, um sich mit Populismus, der Arbeiterklasse und gesellschaftlichem Protest auseinander zu setzen.

Viele Künstler unterschiedlichster Stilrichtungen hofften, mit ihren Arbeiten die von wirtschaftlichem und politischem Chaos gebeutelte Demokratie zu reparieren. Diese künstlerischen Entwicklungen waren ebenfalls Wegbereiter für die wichtige Nachkriegsbewegung des abstrakten Expressionismus und der Pop Art.

Die Ausstellung gliedert sich in verschiedene thematische Bereiche. "Industrial Life" untersucht, wie sich Künstler mit der Macht von Arbeit und Produktion auseinandersetzten. "Urban Life" greift die Rolle der Stadt und der Massenunterhaltung auf. "Looking to the Past" ist ein Rückblick auf die Werke der Depressionszeit, in denen die Künstler die amerikanische Geschichte, ihre Mythen und Kultur als Inspiration nutzten.

"Country Life" widmet sich Künstler wie Thomas Hart Benton, die das stetig verschwindende ländliche Amerika idealisierten. Das Trauma jener Zeit, das durch den Aufsteig des Faschismus und die wirtschaftliche Instabilität geprägt war, wird im Austellungsbereich "Visions of Dystopia" erforscht.

Der letzte Bereich, "Looking to the Future" stellt unter anderem Werke von Arthur Dove und Jackson Pollock aus, die dynamische Gemälde gestalteten, die auf figürliche Darstellung verzichten und als Grundlage für den abstrakten Expressionismus gelten.

Unter den einzigartigen Werken, die diese Periode der amerikanischen Geschichte repräsentieren, befinden sich unter anderem Georgia O’Keeffes, "Cow’s Skull with Calico Roses" (1931), Charles Sheelers, "American Landscape" (1930), Jackson Pollocks, "Untitled" (ca. 1938-41), Philip Gustons, "Bombardment" (1937), Edward Hoppers, "Gas" (1940), Alice Neels, "Pat Whalen" (1935) und Thomas Hart Bentons, "Cotton Pickers" (1945).

Diese bahnbrechenden Gemälde zeigen, wie stark die Kunst von kollektive nationalen Erfahrungen beeinflusst wird und demonstrieren gleichzeitig, wie Kreativität, Experimentierfreude und revolutionäre Vorstellungskraft in Zeiten großer Unsicherheit aufkeimen.

Die Ausstellung findet vom 25. Februar bis 4. Juni 2017 in der Royal Academy of Art, London statt.

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