bis 17. Mai 2020

Amuse Bouche. Der Geschmack der Kunst

Daniel Spoerri, Achtung Kunstwerk (Attention oeuvre d’art), 1968, Einmachglas mit Rollmöpsen, Glas, Heringe, Papier, Plastik, 12 x 7,5 cm, Edition Vice-Versand, Ex. Nr. 3, Centre Pompidou – Musée national d’art moderne – Centre de création industrielle, Paris, © 2020, ProLitteris, Zürich, Foto: Centre Pompidou, MNAM-CCI, Dist. RMN-Grand Palais/Georges Meguerditchian
Andy Warhol, Campbell’s Soup II: Tomato-Beef Noodle O’s Soup, 1969, Siebdruck auf Papier, 81 x 47,6 cm, Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung, erworben 1988 mit Lotto-Mitteln, © The Andy Warhol Foundation fort he Visual Arts, Inc. / 2020, ProLitteris, Zürich; Foto: bpk / Staatsgalerie Stuttgart
Janine Antoni, Mortar and Pestle, 1999 C-print, 121,9 x 121,9 cm © Janine Antoni; Courtesy of the artist and Luhring Augustine, New York
Tom Wesselmann, Still Life #3, 1962, Mischtechnik und Collage auf Karton, 76,2 x 76,2 cm, © The Estate of Tom Wesselmann/Licensed by 2020, ProLitteris, Zürich. Photo by Jeffrey Sturges. Courtesy Gagosian
Meret Oppenheim, Bon appétit, Marcel! (Die weisse Königin), 1966-1978 Gebackener Teig mit Wirbelsäule eines Rebhuhns, Besteck, Teller, Glas mit Weinresten, Schachbrett aus Wachstuch, Serviette, 32 x 32 x 10 cm, Collection Foster Goldstrom, © 2020, ProLitteris, Zürich; Foto: Chris Puttere
Farah Al Qasimi, Lunch, 2018, Injektprint (Ausstellungskopie), 102 x 74 cm, Courtesy oft he artist, The Third Line, Dubai and Helena Anrather Gallery, New York, © Farah Al Qasimi, Foto: Courtesy of the artist and The Third Line, Dubai and Helena Anrather Gallery, New York

Schmeckt Kunst süss, sauer, bitter, salzig oder gar umami? Welche Rolle spielt unser Geschmackssinn als künstlerisches Material und im sozialen Miteinander? Das Museum Tinguely setzt die Reihe zu den menschlichen Sinnen in den Künsten fort. Nach den Themenausstellungen <<Belle Haleine>> (2015) und <<Prière de toucher>> (2016) präsentiert die Gruppenausstellung <<Amuse-bouche. Der Geschmack der Kunst>> vom 19. Februar bis zum 17. Mai 2020 Kunstwerke von rund 45 internationalen Künstler*innen aus dem Barock bis zur Gegenwart, die unseren faszinierenden gustatorischen Sinn als eine Möglichkeit ästhetischer Wahrnehmung aufgreifen. Die Schau bricht mit der üblichen musealen Praktik, vornehmlich den Sehsinn des Publikums anzusprechen, und bietet eine Vielfalt von kunsthistorischen und phänomenologischen Begegnungen mit unserem Geschmackssinn. Zusätzlich ermöglichen interaktive Führungen, Performances und Workshops direkte Geschmackserlebnisse in der Ausstellung.

Die Ausstellung präsentiert allegorische Darstellungen des Geschmacksinns aus dem Barock, Positionen von Avantgardekünstlern des beginnenden 20. Jahrhunderts sowie Exponate aus den 1960er und 1970er Jahren. Der Hauptfokus liegt jedoch auf einer repräsentativen Auswahl von Bildern, Fotografien, Plastiken, Videoarbeiten und installativen Arbeiten aus den letzten dreissig Jahren, mit denen die Inkorporation und Geschmackswahrnehmung von Nahrungsmitteln durch den Mund, beziehungsweise durch die Zunge auf unterschiedliche Weise thematisiert werden. Zum Beispiel können an Performances essbare Pflanzen aus dem Hortus Deliciarum, einem installativ-performativen Projekt der Portugiesin Marisa Benjamim oder die ebenfalls aus Pflanzen bestehenden Essenzen des Projekts Tastescape der Schweizerin Claudia Vogel probiert werden. Direkt geschmacklich erlebbar ist auch das aus Pfeffernüssen bestehende, monumentale Werk Goosebump der australischen Künstlerin Elizabeth Willing. Sauerkrautsaft mit dem Label Brine and Punishment ist Teil der Rauminstallation von Slavs and Tatars, einem in Berlin tätigen Künstlerkollektiv. Der säuerliche Powerdrink dient als sinnlich erlebbarer Part in einer intellektuell-philosophischen Auseinandersetzung der Künstler mit Sprache sowie der vielschichtigen Wortbedeutung und Interpretation von Fermentation und ‚sauer werden‘.

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