28. Oktober - 30. November 2016

EUROPEAN DIALOGUE SERIES 2016

Thomas Rappaport, 'Global Raft – melting sculptures', 2009 - 2015
Robert Smithson, 'Spiral Jetty', April 2005
Agnes Denes, 'Weizenfeld - eine Konfrontation', Battery Park, Manhattan, Sommer 1982
Nils-Udo, Crack in Lava, 'Laternes', La Reunion 1998
Vergängliche Skulptur aus Blütenblättern

Naturmaterialien und Skulptur

Nach dem XIV. Internationalen Forum zum Thema Land Art und Skulpturen in der Natur, richtet die gemeinnützige Organisation Sculpture Network nun eine weitere Veranstaltung aus, die sich mit Skulpturen aus Naturmaterialien befasst. Sculpture Network hat es sich zum Ziel gemacht hat, zeitgenössische Objektkunst zu fördern und Künstlern eine Bühne zu bieten. Dazu veranstaltet das Netzwerk jedes Jahr das Internationale Forum, bei dem Künstler, Kuratoren und Kunstfreunde aus aller Welt zusammen kommen, um sich zum Thema Kunst und Natur auszutauschen.

Im Rahmen ihrer European Dialogue Series 2016 möchte Sculpture Network nun ein Schlaglicht auf Naturkunst werfen. Die Veranstaltungsreihe widmet sich dem Themenkosmos Kunst und Umwelt und Kunst in der Natur. Europaweit werden dazu exklusive Expertengespräche, Diskussionen und Kuratorenführungen an verschiedenen Veranstaltungsorten stattfinden.

Land Art ist eine Ende der 1960er Jahre in den USA entstandene Strömung der bildenden Kunst. Die Bezeichnung wurde vom US-amerikanischen Künstler Robert Smithson geprägt, der selbst als einer der Pioniere der Land Art gilt. Smithson nannte seine großformatigen Werke auch "Eartworks", weil sie komplett aus Naturmaterialen gefertigt waren. Seine berühmteste Skulptur ist '"Spiral Jetty" aus dem Jahr 1970. Das Kunstwerk aus Steinen, Erde und Salz ist auch heute noch am Great Salt Lake von Utah zu sehen. Der Fim "Troublemakers" von 2015 erzählt die Geschichte der Land Art und erkundet die Werke der kontroversen Land Artists, deren Arbeit die amerikanische Kunstszene der 60er und 70er entscheidend geprägt haben.

Im Gegensatz zur klassischen Land Art, bei der nicht selten mit schwerem Gerät Eingriffe in der Natur vorgenommen wurden, setzten Künstler später den Fokus eher auf Harmonie mit der Umgebung. Bio oder Eco Art Künstler wollen mit ihren Skulpturen ein Bewusstsein für die Natur schaffen und die Schönheit von Naturmaterialien hervorheben. Bereits 1965 forderte Alan Sonfist mit seinem Projekt "Time Landscape" einen Platz für Naturräume in der Betonwüste von New York, mit derselben Intention legte die Künstlerin Agnes Denes kurz darauf ein Getreidefeld in Manhattan an. Heute ist Objektkunst aus Naturmaterialien längst keine Randerscheinung mehr und Künstler wie Andy Goldsworthy und Dietmar Voorwold begeistern mit ihren vergänglichen Skulpturen ein immer größeres Publikum.

Die nächste Veranstaltung im Rahmen der European Dialogue Serie 2016 findet am Freitag, den 28. Oktober 2016 von 18:00 - 20:30 Uhr unter dem Motto "Naturmaterialien und Skulptur" in der University for the Creative Arts in Canterbury statt. Alle Interessierten sind eingeladen, gemeinsam mit Experten und Künstlern zu diskutieren und sich auszutauschen. Den kompletten Veranstaltungsplan gibt es hier.

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