14. Februar - 10. Juli 2016 Arp Museum Bahnhof Rolandseck Remagen

GENESE DADA

Die Neuerfindung der Kunst

Das Kunstjahr 2016 steht ganz im Zeichen der Dada-Bewegung, die in diesem Jahr ihr 100-jähriges Jubiläum feiert. Zürich gilt als die Geburtsstätte dieser Kunstbewegung –  von dort breitete sich der revolutionäre Geist in der ganzen Welt aus. Das Jubiläumsjahr begeht die größte Stadt der Schweiz mit einer ganzen Reihe von Ausstellungen, Konzerten und Performances, die in verschiedenen Züricher Kulturinstitutionen stattfinden, etwa im Cabaret Voltaire – der legendären Künstlerkneipe der Dada-Gründung – als auch im Landesmuseum und im Kunsthaus Zürich.

Aber auch in Deutschland nehmen anlässlich des 100. Geburtstags einige Museen das Schaffen der Dadaisten in den Blick. Während sich etwa die Berlinische Galerie in der zweiten Jahreshälfte (vom 4. August bis zum 7. November 2016) dem Dialog zwischen den Dadaisten und der außereuropäischen Kunst als Inspirationsquelle widmet, stehen ab 14. Februar im Arp Museum in Remagen die Anfänge der revolutionären Bewegung im Jahre 1916 in der Schweiz im Fokus.

Das Arp Museum, dessen Namenspatron einer der Mitbegründer der Dada-Bewegung ist, ist damit der geeignete Ort, um den Ursprüngen des Dadaismus auf den Grund zu gehen. Es besitzt eine umfangreiche Sammlung von Werken des deutsch-französischen Malers und Bildhauers Hans Arp und seiner Frau, der Schweizer Künstlerin Sophie Taeuber-Arp. Hans Arp gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des Dadaismus.

Die Schau „Genese Dada. 100 Jahre Dada Zürich“ lässt die bedeutenden Geburtsorte des Dada wieder aufleben: das Cabaret Voltaire und die bürgerliche Galerie Dada. Ausgehend von diesen beiden Polen revolutionierten die Dadaisten innerhalb kürzester Zeit die internationale Kunstwelt. Das »Cabaret Voltaire« wurde am 5. Februar 1916 von Hugo Ball, Emmy Hennings, Marcel Janco, Tristan Tzara und Hans Arp in Zürich gegründet. Hier hingen nicht nur Bilder an der Wand, es fanden allabendlich Veranstaltungen statt, bei denen zu Musik Manifeste, Lautgedichte, Tanz und dramatische Szenen vorgetragen wurden. Neben  ihren eigenen Arbeiten zeigten sie dort Werke von internationalen Avantgarde-Künstlern  wie Giorgio de  Chirico, Paul Klee und Pablo Picasso, die nun auch in der Ausstellung zu sehen sind. Daneben werden Werke aus dem engeren Kreis der Zürcher Dadaisten und ihrem künstlerischen Umfeld präsentiert.

Die Werke werden in eine anschauliche Inszenierung eingebettet, welche den Besucher die räumliche Situation des Cabaret Voltaire und der Galerie Dada nachempfinden lässt. Um diese beiden Zentren gruppieren sich verschiedene Themenfelder, die die Entstehung von Dada anhand zahlreicher Kunstwerke und Zeitdokumente greifbar machen.

Im Rahmen der großen Eröffnungsfeier  am 14. Februar 2016 sowie einer Abendveranstaltung am 22. April 2016 lassen die Ausstellungsmacher bewusst den Geist der alten Dada-Soireen und Aufführungen mit Lautgedichten, Tanz und Theater lebendig werden.

Die Ausstellung „Genese Dada. 100 Jahre Dada Zürich“ findet vom 14. Februar bis zum 10. Juli 2016 im Arp Museum Bahnhof Rolandseck in Remagen statt.

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