07. Dezember - 26. März 2017 Wien

GEORGIA O'KEEFFE

Georgia O’Keeffe, Black Mesa Landscape, New Mexico / Out Back of Marie’s II, 1930, Georgia O’Keeffe Museum, Santa Fe © 2016 Georgia O’Keeffe Museum/Bildrecht, Wien
Georgia O’Keeffe, From the Faraway, Nearby, 1937, The Metropolitan Museum of Art, New York © 2016 Georgia O’Keeffe Museum/Bildrecht, Wien Foto: © BKP/ The Metropolitan Museum of Art / Malcolm Varon
Georgia O’Keeffe, Jimson Weed/White Flower No. 1, 1932, Crystal Bridges Museum of American Art, Bentonville, Arkansas © 2016 Georgia O’Keeffe Museum/Bildrecht, Wien, Foto: Edward C. Robison III.

Bisher größte Ausstellungstour außerhalb der USA

Das Bank Austria Kunstforum Wien zeigt ab 7. Dezember 2016 – in Kooperation mit der Tate Modern, London, und der Art Gallery of Ontario, Toronto – die bisher größte O'Keeffe-Ausstellungstour außerhalb der Vereinigten Staaten. Mit der Präsentation von 85 Werken O'Keeffes – und weiteren 60 Fotografien von befreundeten Fotografen – von insgesamt 50 Leihgebern bietet die Ausstellung die Möglichkeit, das malerische Werk dieser Ausnahmekünstlerin vollständig kennenzulernen – eine Gelegenheit, die sich je Generation wohl nur einmal eröffnet.

Am Beginn der Ausstellung steht O'Keeffes weniger bekanntes Frühwerk, das von der spirituellen Abstraktion Wassily Kandinskys beeinflusst war, verbunden mit Ideen zur Synästhesie und dem Anliegen, "Musik in etwas für das Auge zu übersetzen". Im Umfeld des von Männern dominierten "Stieglitz-Kreises" beteiligte sich O'Keeffe als eine der ersten Künstlerinnen aktiv an der Begründung der amerikanischen Moderne. Als Mitglied der National Women's Party machte sie sich für die Rechte von Frauen stark. O'Keeffe verwehrte sich ein Leben lang gegen die essentialistisch-sexualisierte Lesart ihrer Kunst, unter anderem durch Alfred Stieglitz, der ihre Bilder als Inbegriff des "Weiblichen" bezeichnete.

O'Keeffes monumentale, die Pop Art ankündigenden Blumenbilder der 1920er- und 1930er-Jahre zählen zu ihren populärsten Werken. Mit ihren Knochendarstellungen in der Wüste des amerikanischen Südwestens lieferte einen wichtigen Beitrag zur zur Begründung einer amerikanischen, landschaftsbasierten Ikonografie überhaupt. Bis heute, hundert Jahre nach O'Keeffes Debüt, wird ihr Werk und die spezifischen Verbindung von Abstraktion und amerikanischer Landschaftmit der Schaffung des "Great American Thing" assoziiert: Wie kaum ein anderes verkörpert es das historische Vorhaben, eine nationale, amerikanische Kunst in Absetzung von der europäischen Tradition zu begründen.

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