Do, 08. Februar 2015 Unteres Belvedere Wien

IM LICHTE MONETS

Monet als Quelle der Inspiration für österreichische Künstler

Claude Monet hat als Meister impressionistischer Lichtmalerei seit jeher zahlreiche Künstler inspiriert. Sein Einfluss auf die österreichische Landschaftsmalerei und die Fotografie wird im Wiener Belvedere in einer großen Sonderschau anhand von Schlüsselwerken des großen Impressionisten gezeigt, die den Werken österreichischer Künstler gegenübergestellt werden.

Die französische Kunst hat bereits früh ihre Spuren in der europäischen modernen Malerei hinterlassen. Österreichische Künstler setzten sich erst verhältnismäßig spät, um 1890, mit dem Impressionismus auseinander. Ganz offensichtlich wird die Bezugnahme dann um die Jahrhundertwende – vor allem was die Licht- und Farbbehandlung und die Themenwahl wie das Leben in der Großstadt oder technische Errungenschaften des 19. Jahrhunderts anbelangt. Das Werk von Claude Monet diente dabei stets als das entscheidende Vorbild.

Insgesamt werden in der Wiener Ausstellung rund 30 Hauptwerke Monets präsentiert, die zum Teil bisher noch nie in Österreich ausgestellt waren. Neben der Einflussnahme auf eine Vielzahl seiner Zeitgenossen, die sich vor allem von den Motiven und der neuartigen Pinselführung des Impressionisten inspirieren ließen, hinterließ Monet auch im Werk nachfolgender Generationen seine Spuren. Künstler wie Gustav Klimt, Max Weiler oder Herbert Boeckl schöpften aus dem reichen Repertoire des Franzosen und verarbeiteten die künstlerischen Einflüsse auf ihre ganz eigene Art und Weise.

Vorbild war den Künstlern dabei nicht nur die Motivik und Bildkomposition Monets, sondern auch seine einzigartige Malweise mit der intensiven Konzentration auf Licht und Farbe sowie seinem schwungvollen und spontanen Pinselstrich. Insbesondere der Einfluss seiner konzeptionellen Ansätze wie die Idee der Serie kann anhand der Wiener Schau auf anschauliche Weise nachvollzogen werden. Die berühmte Serie der Seerosen von Monet, die mit zwei Variationen vertreten ist und einen Höhepunkt der Ausstellung bildet, tritt dabei in einen Dialog mit Arbeiten von Max Weiler und Herbert Boeckl, die ebenfalls jeweils ein Thema in mehrfacher Ausführung variieren.

Die in Europa einzigartige Zusammenschau mit dem Titel „Im Lichte Monets. Österreichische Künstler und das Werk des großen Impressionisten“ ist mit einem umfassenden Begleitprogramm noch bis zum 8. Februar 2015 in der Orangerie des Unteren Belvedere in Wien zu sehen.

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