23. März - 14. Mai 2017 Hirshhorn Museum, Washington D.C.

INFINITY MIRRORS

All the Eternal Love I Have for the Pumpkins, 2016, Wood, mirror, plastic, black glass, LED, Collection of the artist. Courtesy of Ota Fine Arts, Tokyo / Singapore and Victoria Miro, London. © Yayoi Kusama
Installation view of Infinity Mirror Room—Phalli’s Field, 1965, Castellane Gallery, New York, 1965, Sewn stuffed cotton fabric, board, and mirrors, Courtesy of Ota Fine Arts, Tokyo/Singapore; Victoria Miro, London; David Zwirner, New York. © Yayoi Kusama, Photo: Eikoh Hosoe
Aftermath of Obliteration of Eternity, 2009, Wood, mirror, plastic, acrylic, LED, black glass, and aluminum, Collection of the artist. Courtesy of Ota Fine Arts, Tokyo/Singapore; Victoria Miro, London; David Zwirner, New York. © Yayoi Kusama
Dots Obsession – Love Transformed Into Dots, 2007, at HMSG, Mixed media installation. Courtesy of Ota Fine Arts, Tokyo/Singapore; Victoria Miro, London; David Zwirner, New York., © Yayoi Kusama, Photo by Cathy Carver
The Obliteration Room, 2002 to present, Furniture, white paint, and dot stickers, Collaboration between Yayoi Kusama and Queensland Art Gallery, Australia. Collection: Queensland Art Gallery, Brisbane, Australia, Photograph: QAGOMA Photography, © Yayoi Kusama

Kunst auf den Punkt gebracht

Das Hirshhorn Museum in Washington D.C. zeigt erstmals eine umfassende Retrospektive der internati

onal renommierten japanischen Künstlerin Yayoi Kusama. Neben ihren berühmten kaleidoskopartigen "Infinity Mirror Rooms" und anderen Schlüsselwerken sind auch mehrere Arbeiten zu sehen, die noch nie zuvor in den USA ausgestellt waren.

Die größte Retrospektive seit Jahrzehnten bietet Besuchern eine einmalige Gelegenheit, sechs der faszinierenden Spiegelkabinette der Künstlerin und einige ihrer wunderlichen und bisweilen bizarr anmutenden Installationen live zu erleben.

Außerdem zeigt das Museum mehrere Skulpturen sowie seltene Archivaufnahmen aus der 65-jährigen Karriere der Künstlerin. Von Kusamas radikalen "Polka-Dot- Performances" in den späten 60er Jahren in New York bis hin zu ihrem neuesten "Infinity Mirror" namens "All the Eternal Love I Have for the Pumpkins" (2016) - das Hirshhorn in D.C. zeigt die gesamte Bandbreite ihres künstlerischen Schaffens.

Die Ausstellung ist thematisch angelegt. Lose verknüpft aber dennoch chronologisch werden die einzelnen "Infinity Mirror Rooms" vorgestellt, beginnend mit Kusamas legendärer Installation "Phallis Field" (1965/2016), einem verspiegelten Raum voller phallusförmiger Gebilde mit roten Punkten.  

Außerdem ist die Installation "Infinity Mirror Room—Love Forever" (1966/1994) zu sehen, eine fünfeckige Kammer voller Spiegel, in der Besucher von außen durch ein Guckloch endlos reflektierte Lichtspiele betrachten.

"Dots Obsession—Love Transformed into Dots" (2007) widmet sich dem Faible der Künstlerin für Punkte, das längst zu ihrem Markenzeichen geworden ist. Die Installation besteht aus einem kuppelartigen verspiegelten Raum, in dem riesige Luftballons von der Decke hängen.

"Aftermath of Obliteration of Eternity" (2009) und "Souls of Millions of Light Years Away" (2013) stehen beispielhaft für Kusamas jüngere Werke, in denen die Künstlerin auf LED-Lampen, Kristallkugeln und Spiegel setzt, um spektakulären Effekte zu erzielen.

Außerdem sind in der Ausstellung 60 Gemälde, Skulpturen und Arbeiten auf Papier zu sehen sowie eher unbekannte Collagen, die sie nach ihrer Rückkehr nach Japan 1973 anfertigte.

Der Querschnitt durch die Gesamtheit ihres künstlerischen Schaffens offenbart dessen große Bandbreite. Von frühen surrealistischen Zeichnungen über die "Infinity Net"-Gemälde bis hin zu neueren Gemälden und Skultpuren, die sich häufig mit Gegensätzen wie Natur und Fantasie, Utopie und Dsystopie, Gemeinschaft und Einsamkeit und Leben und Tod befassen.

Am Ende der Ausstellung können Besucher in Kusamas interaktive Installation "The Obliteration Room" (2002) selbst aktiv werden. Der komplett in weiß gehaltete Raum wird mit bunten Stickern beklebt werden, bis auch hier jede Oberfläche mit Punkten übersät ist.

"Yayoi Kusama: Infinity Mirrors" wird nach dem Debüt in der Hauptstadt bis 2019 in fünf verschiedenen Museen gastieren. Die Ausstellung im Hirshhorn läuft noch bis zum 14. Mai 2017.

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