01. Oktober - 12. März 2017 Dresden

MAGIC CITY

Truly Design, Foto: Hardy-Mueller
Olek Tristan Eaton, Foto: Frank Embacher
Mark Bode, Foto: Frank Embacher
Qi Xinghua, Foto: Rainer Christian Kurzeder
Isaac Cordal, Foto: Frank Embacher
Herakut, Foto: Rainer Christian Kurzeder

Kunst der Straße

Am 1. Oktober 2016 fand in Dresden eine Weltpremiere statt: Die "magische Stadt" öffnete ihre Pforten. MAGIC CITY – DIE KUNST DER STRASSE ist eine Ausstellung voller Kreativität und Abenteuer, wie man sie in dieser Form noch nie gesehen hat. Denn in einer bisher einzigartigen Zusammenarbeit haben Street-Art-Künstler aus aller Welt gemeinsam ihre globale Traumstadt erschaffen, die die Besucher nun staunend durchwandern können.

MAGIC CITY präsentiert die wohl lebendigste und fantasievollste Kunstform der Gegenwart, die Street Art, in ihrer ganzen Vielfalt: politisch, lyrisch, bissig, kritisch – und immer unterhaltsam. Wer in der 2.500 Quadratmeter großen MAGIC CITY auf Entdeckungsreise geht, wird überall auf fantasievolle Graffiti und Textbotschaften treffen, auf die verblüffenden 3D-Illusionen der anamorphen Kunst, auf seltsame Objekte und Skulpturen, und hinter der nächsten Ecke warten multimediale Installationen, monumentale Wandgemälde oder kleine, fast versteckte Figuren, die zu finden umso aufregender ist.

Alle Werke wurden, bis auf wenige Leihgaben, von über 40 Künstlern aus 21 Ländern gemalt, gesprüht, geritzt, geklebt oder sogar gestrickt. Die überbordende Vielfalt zeigt, dass die Street Art – obwohl sie aus dem Underground inzwischen in die Ausstellungsräume von Museen und Auktionshäusern aufgestiegen ist – so unangepasst und experimentierfreudig ist wie eh und je. Mehr noch: Durch die steigende Urbanisierung und Vernetzung der Welt wird sie zum Seismograf, der quasi tagesaktuell auf das reagiert, was in der Global City passiert. Auf die täglichen Herausforderungen des urbanen Lebens antwortet sie mit immer neuen visuellen   Überraschungen und Denkanstößen. Das macht den Rundgang durch MAGIC CITY so aufregend.

Genau dies war auch das Anliegen der Kuratoren. Beide sind ausgewiesene Street-Art-Koryphäen: Carlo McCormick als Kunstkritiker und Autor zahlreicher Bücher wie City as Canvas und Trespass, Ethel Seno als Co-Kuratorin von Ausstellungen wie Art in the Streets am Museum of Contemporary Art in Los Angeles oder ConeyArt Walls in New York. Ihr erklärtes Ziel war es, einen "Spielplatz für die Fantasie" zu schaffen, in einer neuen, hybriden Form – einerseits klassische Ausstellung, nur "ohne Kunst im Rahmen", andererseits eine Art von Street Festival, mit der Freiheit, sich ohne Führungslinie durch die Fülle des Angebots treiben zu lassen. Das Resultat ist eine faszinierend inszenierte Darbietung in Museumsqualität, aber ohne Schwellenangst, denn es gibt keine Schwellen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 5. März 2017 im Kultur-Quartier Zeitenströmung in Dresden zu sehen. Danach wird sie in einer Reihe europäischer Großstädte präsentiert, zunächst vom 13. April bis zum 10. September 2017 im Olympiapark in München.

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