05. Oktober - 23. Januar 2017 Paris

MEXIQUE 1900-1950

Frida Kahlo (1907-1954), Le Cadre, 1938, Fixé sur verre (plaque de verre), Paris, Centre Pompidou, musée national d’art moderne, Centre de création industrielle, Achat de l’État en 1939, © Centre Pompidou, MNAM-CCI, Dist. RMN-Grand Palais / Jean-Claude Planchet, © [2016] Banco de México Diego Rivera Frida Kahlo Museums Trust, Mexico, D.F. / Adagp, Paris
José Clemente Orozco (1883-1949), Les Femmes des soldats, 1926, México, INBA, Collection Museo de Arte Moderno, Photo © Francisco Kochen, © Adagp, Paris 2016
Diego Rivera (1886-1957), La Rivière Juchitán, 1953-1955, Mexico, Museo Nacional de Arte, dépôt à l’INBA du département de l’Administration et de l’Aliénation des biens, secrétariat des Finances et du Crédit public, 2015 © Jorge Vertíz Gargollo, © 2016 Banco de México Diego Rivera Frida Kahlo Museums Trust, Mexico, D.F / Adagp, Paris

Diego Rivera, Frida Kahlo, José Clemente und die Avantgarde

Das Grand Palais Museum in Paris begibt sich gemeinsam mit dem Mexikanischen Kultusministerium, dem Nationalen Institut für Bildende Kunst und dem Nationalen Kunstmuseum (MUNAL) in einer außergewöhnliche Ausstellung auf eine Reise quer durch die Geschichte und die Kunst der jungen mexikanischen Republik, mit Werken aus der Zeit der Revolution und des 20. Jahrhunderts sowie zeitgenössischer Künstler.

Die Mexikanische Kunst ist paradox: eng verwoben und beeinflusst von der  internationalen Avantgarde, ist sie doch gleichzeitig bestechend einzigartig und mutet aus europäischer Sicht teilweise sogar merkwürdig an.

Die Ausstellung "Mexique" versucht all die Facetten der Kunst in Mexiko zu beleuchten. In vier Ausstellungsbereichen werden die maßgeblichsten historischen Epochen beleuchtet. Der erste Teil befasst sich mit der kollektiven Erinnerung und den Traditionen Mexikos und zeigt, wie internationale Tendenzen um als Gegengewicht zu diesen traditionellen Ansätzen fungierten.

Im zweiten Teil geht es um die mexikanische Revolution, einen bewaffneten Konflikt, der die Grundlage für eine neue nationale Identität schuf. Das künstlerische Schaffen in diesem Zeitraum war deutlich ideologisch geprägt. Künstler verliehen ihrer Kreativität nicht mehr nur mit bloßer Malerei Ausdruck, sondern nutzen auch andere Medien, wie zum Beispiel Wandmalerei und Grafikdesign. In diesem Zusammenhang werden natürlich besonders die drei großen mexikanischen Muralistas, "los tres Grandes" genannt: Diego Rivera, David Alfaro Siqueiros und José Clemente Orozco.

Der dritte Teil der Ausstellung erkundet Kunstformen, die einen Gegenpol zur ideologisch aufgeladenen Kunstszene jener Zeit bildeten: die halluzinierenden Masken des Germán Cueto, die rätselhaften Porträts des Robert Montenegro und die Abstraktionen des Gerard Murillo alias Dr. Atl sowie des Rufino Tamayo.

Im vierten und letzten Teil schließlich treffen sich zwei Welten. Wie der Titel „A Meeting of Two Worlds“ bereits andeutet, geht es hier um Hybridität, um die Rolle mexikanischer Künstler in der Fremde und ihren Einfluss auf die avantgardistischen Kunstszenen amerikanischer Städten wie New York, Detroit oder Los Angeles.

Freunde der mexikanischen Kunst haben noch bis zum 23. Januar die Chance, die einzigartige Ausstellung im Grand Palais Museum in Paris zu erleben!

 

 

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