23. Juni - 18. Oktober 2015 München

MÜNCHEN IM WARHOL-FIEBER

Malerisches und filmisches Werk der Popartikone

Andy Warhol – kaum ein anderer Name wird in gleichem Maße mit Popart assoziiert wie der seinige. Die aktuelle Ausstellung „YES!YES!YES!WARHOLMANIA“ im Münchner Museum Brandhorst und das Filmfest München zeigen das gesamte Wirkungsspektrum des Begründers und bedeutendsten Vertreters der amerikanischen Popart.

Warhol war nicht nur Maler und bildender Künstler, sondern auch Theaterregisseur, Schriftsteller, Musik- und Filmproduzent. Der Arbeitswütige begann seine Karriere in den 1950er Jahren als Schaufensterdekorateur, Werbegrafiker und Illustrator. 1962 richtete er sein weltberühmtes Atelier „Factory“ ein, in dem er gemeinsam mit seinen Mitarbeitern und befreundeten Künstlern Kunst (seriell) produzierte. In den 1960er Jahren widmete sich Warhol mehr und mehr dem Medium Film. Visionär gründete er in den 1970er Jahren das Lifestyle Magazin „Interview“, welches sich – lange vor MTV und VIVA – dem Geist von Popart und New Wave verschrieben hatte.

Das Münchner Museum Brandhorst verfügt mit mehr als 100 Exponaten über eine der bedeutendsten und umfangreichen Warhol-Sammlungen weltweit. Die Ausstellung, für die jeder Warhol-Schnipsel aus den Archiven und Depots geholt wurde, zeichnet das Leben und Wirken des Popart-Pioniers in chronologisch und thematisch angeordneten Räumen nach und bietet Besuchern einen retrospektiven Blick über das künstlerische und mediale Gesamtwerk des Ausnahmekünstlers.

Auch das Filmfest München hat Warhol im Programm. Insgesamt laufen 179 Filmbeiträge aus 54 Ländern, doch der Schwerpunkt liegt auf der Popartikone. Vom 25. Juni bis zum 4. Juli sind im Rahmen des 33. Filmfestes Warhol-Filme zu sehen, die zum Teil noch nie zuvor in Europa gezeigt wurden. So sind die legendären Screentests aus der „Factory“, kurze filmische Selbstporträts berühmter und bekannter Persönlichkeiten, ebenso zusehen wie sein erster Langfilm „Sleep“ aus dem Jahr 1963 oder „San Diego Surf“, Warhols letzter Film. Auch die weitere Auswahl des Filmfestes ist von Warhol beeinflusst. So stehen Filme auf dem Programm, die durch Warhol und seine filmisches Schaffen stark beeinfluss wurden, wie zum Beispiel Sofia Coppolas „The Bling Ring“ (2013) oder „Spring Breakers“ (2012) von Harmony Korine. Für die Präsentation konnten die Autorin Katja Eichinger und Glenn O’Brien, ehemaliges Factory Mitglied und erster Chefredakteur von Interview gewonnen werden.

Die Warhol-Manie dauert im Museum Brandhorn noch bis zum 18. Oktober an und wird zudem von zahlreichen Begleitveranstaltungen, wie Theater-Performances, Vorträgen und Führungen ergänzt.

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