19. Oktober - 22. Januar 2017

MUSIKMASCHINEN - MASCHINENMUSIK

Jean Tinguely, Méta-Harmonie I (Detail), 1978, Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, Leihgabe der Österreichischen Ludwig-Stiftung seit 1983
© 2016, ProLitteris, Zürich; Foto: 2016 Museum Tinguely, Basel, Daniel Spehr
Jean Tinguely, Méta-Harmonie II, 1979, Emanuel Hoffmann-Stiftung, Dauerleihgabe im Museum Tinguely, Basel © 2016, ProLitteris, Zürich; Foto 2016 Museum Tinguely, Basel, Daniel Spehr
Jean Tinguely, Méta-Harmonie II (Detail), 1979. Emanuel Hoffmann-Stiftung, Dauerleihgabe im Museum Tinguely, Basel, © 2016, ProLitte

Ausstellung im Museum Tinguely

Es scheppert, rattert, knirscht, quietscht, klappert und zuweilen ist eine Tonabfolge zu hören -  ein chaotisches, klingendes Getöse, das alles andere als komponiert erscheint. Jean Tinguelys Skulpturen haben stets eine akustische Dimension, die „Méta-Harmonie“, die vom Künstler als Teil der Werke bewusst komponiert und austariert wurde.

Im Rahmen der Hammerausstellung in Basel im Jahr 1978 präsentierte Tinguely seine erste „Harmonie“. Sie ist zusammengesetzt aus vielen verschiedenen Musikinstrumenten, Alltagsgegenständen sowie den für Tinguelys Spätwerke typischen großen Räder. Die einzelnen Komponenten befestigte der Künstler in einem riesigen, rechteckigen Eisenrahmengestell. Als Dirigent dieses bunten Ensembles fungiert der kontrollierte Zufall, ein Ergebnis der Mechanik der Konstruktionen. Waren die ersten Maschinen Ende der 1970er Jahre in erster Linie noch Konstrukte mit und aus Musikinstrumenten, so wird in den Werken aus den 1980er Jahren deutlich, dass es Tinguely zunehmend um ein visuell-akustisches Gesamtspektakel geht, indem sich die beiden Aspekte, das Visuelle und das Akustische, wie auch die Bewegung in einer Spannung befinden.

Die Ausstellung „Musikmaschinen - Maschinenmusik“ bietet die einmalige Gelegenheit, die vier großformatigen und vielfältigen Klangskulpturen, die in Karuizawa (Japan), Wien und Basel zu Hause sind, im Dialog miteinander zu erleben. Die „Méta-Harmonien“ bilden den Rahmen für Auftritte von zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern, die mit der akustischen Dimension experimentieren. Zahlreiche Konzerte, künstlerische Interventionen, Workshops und Events finden vom 19. Oktober 2016 bis 22. Januar 2017 im Museum Tinguely statt.

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