09. Oktober - 11. Januar 2015 Seattle

POP DEPARTURES

Mehr als 50 Jahre nach dem Debüt der amerikanischen Pop-Art in den frühen 1960er Jahren, bleiben viele Fragen der ersten Pioniere dieser Kunstrichtung bis heute noch aktuell. Im Zentrum der aktuellen Ausstellung des Seattle Art Museums (SAM) stehen Themen  wie Konsum und Display. Sie spiegeln unsere anhaltende Vernarrtheit in die Celebrity-Kultur wider in einer sich ständig verändernden Medien-und Kommunikationslandschaft gebunden sind.

Die Ausstellung konzentriert sich auf drei entscheidende künstlerische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Momente. Es beginnt mit Schlüsselwerken aus den 1960er Jahren von Künstlern, die überhaupt erst unser Verständnis von Pop Art definiert haben - darunter Roy Lichtenstein, Andy Warhol, Claes Oldenburg, James Rosenquist, Robert Indiana, Ed Ruscha, und Tom Wesselmann. Ihre Kritik an das Gefüge, bestehend aus kommerziellen Bildern und Konsumgütern, kollidierte mit dem zunehmenden Optimismus der Verbraucher in der Nachkriegszeit. Sie stießen eine Diskussion in Bezug auf diese Medienwelt an, ihren Materialien und Techniken, und untersuchten den Status der Kunst in der Kunstgeschichte und auch ihre Funktion innerhalb einer größeren Marktwirtschaft.

Die Ausstellung setzt weiterhin einen Fokus auf die Fotografien der 1980er und 1990er Jahre, eine Zeit, in der eine zunehmende Deregulierung zu erheblichen Veränderungen in der Medienbranche führte und letztlich eine Verschmelzung von Werbung und Unterhaltung zur Folge hatte. Künstler wie Robert Heinecken, Barbara Kruger, Lynn Hershman Leeson und Richard Prince zeigen an Hand kommerzieller Bilder, wie die Entstehung sozialer Normen und Identitäten von Werbung maßgeblich beeinflusst wird.

Im digitalen Zeitalter hat die Konsumkultur erneut tiefgreifende Veränderungen durchgemacht, wie beispielsweise der Anstieg im Bereich des Onlineshopping. Die kritischen Ansätze zeitgenössischer Künstler wie Josephine Meckseper, Elad Lassry und Rachel Harrison fokussieren sich auf die Ästhetik der Warenpräsentation. Ein großer Teil ihrer Arbeit zwingt uns dazu, die zunehmende Beschleunigung für einen Moment anzuhalten und mit Ruhe diese Bilder zu betrachten. In dieser schönen neuen Welt, erscheint der Status des Kunstwerks prekärer denn je.

Die Ausstellung Pop Departures steht vom 9. Oktober 2014 bis zum 11. Januar 2015 im Seattle Art Museum (SAM) jedem interessierten Besucher offen.

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