11. Februar - 17. April 2017 Royal Academy of Arts

REVOLUTION: RUSSIAN ART 1917–1932

Wassily Kandinsky, Blue Crest, 1917, Öl auf Leinwand, 133 x 104 cm, staatlichs Russian Museum, St. Petersburg, Foto (c) 2016, staatliches Russisches Museum
Marc Chagall, Promenade, 1917-18, Öl auf Leinwand, 175,2 x 168,4 cm, Staatliches Russisches Museum, St. Petersburg, Foto (c) 2016, Staatliches Russisches Museum, (c) DACS 2016
Kuzma Petrov-Vodkin, Fantasy, 1925, Öl auf Leinwand, 50 x 64,5 cm, Staatliches Russisches Museum, St. Petersburg, Photo (c) 2016, Staatliches Russisches Museum
Kazimir Malevich, Peasants, ca. 1930, Öl auf Leinwand, 53 x 70 cm, Staatliches Russisches Museum, St. Petersburg, Photo (c) 2016, Staatliches Russisches Museum

Revolution und Kunst in Russland

In Gedenken an die Russische Revolution, die 2017 genau 100 Jahre zurückliegt, präsentiert die Royal Academy of Arts "Revolution: Russian Art 1917–1932". Die Ausstellung beschäftigt sich mit dem Zeitraum der russischen Geschichte zwischen 1917, dem Jahr der Oktoberrevolution und 1932, dem Beginn von Stalins gewaltsamen Unterdrückung der Avantgarde.

Die Ausstellung zeigt unter anderem Kunst von Avantgardekünstlern wie Chagall, Kandinsky, Malevich und Tatlin, neben sozialistischen Realisten Brodsky, Deineka, Mukhina und Samokhvalov. Neben Gemälden sind außerdem Fotografie, Skulptur, Film, Poster und Porzellan ausgestellt.

Die über 200 ausgestellten Werke sind unter anderem Leihgaben aus renommierten russischen Museen und Galerien, aber auch aus wichtigen internationalen privaten Sammlungen. Viele der Werke wurden noch nie in Großbritannien ausgestellt.

Ein Jahrhundert nach der Oktoberrevolution wird dieser Wendepunkt in der russischen Geschichte noch immer als bedeutendes Ereignis der Moderne angesehen. Andere Ausstellungen über die Kunst des 20. Jahrhundert in Russland beschäftigten sich entweder mit der Avantgarde oder dem sozialistischen Realismus, als getrennte Einheiten.

"Revolution: Russian Art 1917–1932" nutzt eine Ausstellung von 1932vom einflussreichen Kunstkritikers und Kurators Nikolai im staatlichen Russischen Museum in Leningrad als Ausgangspunkt, die ein großes Spektrum an russischer Kunst aus den fünfzehn Jahren nach der Revolution zeigte.

Die Ausstellung der Royal Academy knüpft daran an, mit einer umfangreichen Auswahl an Arbeiten, die die vielfältige Kunst der komplexen postrevolutionären Zeit kombiniert und gegenüberstellt.

Die Ausstellung ist in thematische Bereiche gegliedert, von denen sich jeder mit der Verbindung von Kunst und Politik in der turbulenten aber dynamischen Periode der modernen russischen Geschichte beschäftigt.

"Salute the Leader" untersucht Lenins Erlangen von Macht und den Kultstatus nach seinem Tod, gefolgt vom Aufstieg Stalins. "Man and Machine" beschäftigt sich mit den proletarischen Arbeitsklassenhelden, deren unermüdlicher Arbeitseinsatz den Erfolg von Industrie und Technologie ermöglichten. Diese Entwicklung wurde in ausdrucksstarken Gemälden, Fotografien und Filmen festgehalten.

"Brave New World" befasst sich mit der Kultur der sogenannten "neuen" Welt , während "Fate of the Peasants" den Einfluss von Planwirtschaft auf das traditionelle Landleben erkundet. "Eternal Russia" zeigt die Wichtigkeit von Bildern des alten Russlands, als Zeichen nationaler Identität in revolutionären Zeiten.

"New City, New Society" konzentriert sich auf den neuen städtischen Lebensstil, die soziale Kluft zwischen arm und reich unter dem Einfluss Lenins neuer wirtschaftspolitik der 1920er Jahren.

"Stalin's Utopia" beschäftigt sich mit den großartigen öffentlichen Projekten des Staatsoberhaupts und der schrecklichen Realität seiner utopischen Vision des Fortschritts.

Einen besonderen Höhepunkte bildet unter anderem eine Galerie, die 30 Gemälden von Kasimir Malevich zeigt. Diese Werke sind das erstmals seit 1932 zusammen zu sehen, in einer exakten Rekonstruktion der originalen, vom Künstler mitgestalteten Ausstellung in Leningrad.

Des Weiteren ist ein Bereich den Arbeiten von Kuzma Petrov-Vodkin gewidmet. Außerdem sind einige originale Filme, Fotografien und Dokumente in die Ausstellung integriert, von denen viele noch nie zuvor ausgestellt wurden.

Die Ausstellung findet vom 11. Februar bis 17. April in der Royal Academy of Arts in London statt.

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