14. August - 26. September 2015 Ruhrgebiet

RUHRTRIENNALE 2015

Internationales Festival der Künste im Ruhrgebiet

Auch in diesem Jahr findet wieder das über das gesamte Ruhrgebiet verteilte Festival der Künste statt. An verschiedenen Standorten der für die Ruhr-Region prägenden Industriekultur wird eine faszinierende Bandbreite zeitgenössischer Kunst präsentiert, die sowohl Installationen als auch Musik, Tanz und Theater umfasst.

Das Zentrum des Festivals bildet eine riesige Installation des niederländischen Künstlers Joep van Lieshout unter dem Titel „The Good, the Bad and the Ugly“ vor der Bochumer Jahrhunderthalle. Das heutige Festspielhaus geht auf die früher an dieser Stelle gelegene Gaskraftzentrale zurück, die bis in die sechziger Jahre das Bochumer Stahlwerk mit Energie versorgte. Als eine Art Kunstdorf angelegt, umfasst die Installation des Ateliers Van Lieshout mehrere Gebäudeskulpturen, darunter das „Refektorium“, das als zentraler Spielort der Ruhrtriennale dient. Die oft provokativen Werke des niederländischen Ateliers, deren Themen sowohl auf Politik als auch auf sexuellen Motiven basieren, bewegen sich zwischen Kunst, Architektur und Design.

Eine weitere im Rahmen der Ruhrtriennale gezeigte Installation befindet sich in Duisburg-Ruhrort und ist durch die Zusammenarbeit von fünf international renommierten Künstlers in Sydney entstanden. Die begehbare Installation mit dem Titel „Nomanslanding“ umfasst zwei große, bewegliche Plattformen auf dem Wasser, auf denen sich jeweils eine Bühne befindet, die sich gemeinsam zu einem Dom in Form einer Halbkugel vereinigen. Der so entstehende Innenraum steht sinnbildlich für den Versuch, trennende Kluften durch Begegnung zu überbrücken. Im allmählich sich verdunkelnden Raum können die Besucher anschließend eine Sound-Collage erleben, die in einer Live-Performance endet.

Mit der Reihe „Ausstellungsstück“ wird das ganze Ruhrgebiet in eine Art Kunstdorf verwandelt, das für jedermann zugänglich ist und fußläufig abgelaufen werden kann. Junge Nachwuchskünstler werden in den Städten Bochum, Dinslaken und Duisburg leerstehende Schaufenster als Ausstellungsräume für Kunstinstallationen nutzen, um so verwaiste Läden in temporäre Galerien zu verwandeln. Unter den teilnehmenden Künstlern ist der 1989 geborene Architekturfotograf René Kersting, der seine Arbeit „Der Sockel“, die fotografische Studien von städtischen Fassaden zeigt, in Duisburg präsentiert. Die Kunstwerke sind eigens für die Schaufenster entstanden und als Ausstellungsstücke unverkäuflich, jedoch jederzeit und für die Dauer des Festivals zu besichtigen.

Die Aktion soll in erster Linie dazu beitragen, der Verödung der Innenstädte und ihrer Fußgängerzonen entgegenzuwirken und sie mittels Kunst wiederzubeleben. Wie viele andere Gegenden im Ruhrgebiet kämpfen diese Orte darum, für Anwohner und Besucher attraktiv zu bleiben.

Begleitet wird die Ruhrtriennale mit einem umfassenden Programm aus Lesungen, Vorträgen, Filmvorführungen, Konzerten und Workshops sowie Werkstattgesprächen, bei denen der Besucher persönlich auf die internationalen sowie lokalen Künstlern des Festivals trifft. Das Festival findet vom 15.08. bis zum 26.09.2015 an verschiedenen Standorten des Ruhrgebiets statt.

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