11. Oktober - 25. Januar 2015 Manchester

THE SENSORY WAR 1914-2014

Die Gruppenausstellung The Sensory War 1914-2014 wurde anlässlich des Jahrestages des ersten Weltkrieges ins Leben gerufen. Die Werke der hier vertretenen Künstler untersuchen die Auswirkungen des militärischen Konflikts auf den Körper, Geist, die Umwelt und die menschlichen Sinne. Von 1914 bis zu 2014 haben zahlreiche bewaffnete Konflikte die Menschen auf der ganzen Welt traumatisiert. Die Ausstellung versucht aufzuzeigen, wie Künstler seit 1914 die verheerenden Auswirkungen der neu genutzten Militärtechnologien seit dem Ersten Weltkrieg in ihren Werken darstellen. Es vereint Arbeiten von führenden Künstlern wie Henry Lamb, CRW Nevinson, Paul Nash, Otto Dix, Nancy Spero, Richard Mosse oder Omer Fast und zeigt erstmalig in Großbritannien auch die Kunstwerke von hibakusha; den Überlebenden der Atombombe auf Hiroshima.

Der Erste Weltkrieg wird vor allem durch das erstmalige Einsetzen neuer militärischer Technologien geprägt, bei der unzählige Menschenleben zerstört und die Umwelt bis zur Unkenntlichkeit hin verändert wurde. Sein Vermächtnis hat sich weiter entwickelt und hat in den kommenden Jahren noch radikalere Formen der Zerstörung zur Folge gehabt. Im Laufe des vergangenen Jahrhunderts haben zahlreiche Künstler sich dafür eingesetzt, die Konsequenzen der modernen Kriegsführung öffentlich zu thematisieren. Wir kennen die Fakten und Statistiken der Weltkriege; wir werden mit der Geschichte kriegerischer Auseinandersetzungen in Schulen und Museen konfrontiert. Was jedoch viel schwieriger zu erfassen ist, sind die tatsächlich durchlebten Erfahrungen im Krieg. Wie fühlt es sich an, eine ganze Generation an jungen Männern zum Schlachtfeld ziehen zu sehen - Freund, Vater, Bruder oder Liebhaber? Wie fühlt man sich, wenn man sich unmittelbar im Geschehen solcher Grausamkeiten befindet? Und was haben diese Erfahrungen für Spuren in den folgenden Jahren hinterlassen? Das sind einige der Fragen, auf die die Manchester Art Gallery mit ihrer aktuellsten Ausstellung versucht, einige Antworten zu finden. Aufgeteilt auf zwei Stockwerken sollen die hier ausgestellten Werke die physischen und konzeptionellen Auswirkungen von Kriegen thematisieren. Neben der umfangreichen Sammlung an Kunst aus der Kriegszeit werden auch zeitgenössische Arbeiten ausgestellt. Die Ausstellung impliziert, dass Kunst als Medium der Kommunikation fungieren kann und zudem die Möglichkeit bietet, die komplexen Erfahrungen, die sich hinter den historischen Fakten verbergen, für den Betrachter greifbarer machen.

The Sensory War 1914-2014 geht über die einfachen Zahlen und Statistiken eines Krieges hinaus. Die Wahrheiten über den Krieg, seinen Konsequenzen auf Mensch und Umwelt und wie ganze Nationen durch sie umgeformt wurden – diese Aspekte versucht die Ausstellung der Manchester Art Gallery zu beleuchten. Bis zum 25. Januar 2015 wird die Ausstellung in Manchester, Großbritannien noch für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

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