17. September - 12. November 2016 Berlin

UNCERTAIN JOURNEY

Chiharu Shiota, Uncertain Journey, 2016, Installation View, ourtesy the artist and Blain|Southern © VG Bild-Kunst Bonn 2016 Photo | Christian Glaeser
Chiharu Shiota, Uncertain Journey, 2016, Installation View, ourtesy the artist and Blain|Southern © VG Bild-Kunst Bonn 2016 Photo | Christian Glaeser
Chiharu Shiota, Uncertain Journey, 2016, Installation View, ourtesy the artist and Blain|Southern © VG Bild-Kunst Bonn 2016 Photo | Christian Glaeser
Chiharu Shiota, Uncertain Journey, 2016, Installation View, ourtesy the artist and Blain|Southern © VG Bild-Kunst Bonn 2016 Photo | Christian Glaeser

Ausstellung der japanischen Künstlerin Chiharu Shiato 

Die Rauminstallation "Uncertain Journey" der renommierten von Chiharu Shiato in der Galerie Blain|Southern ist die erste Ausstellung der japanischen Künstlerin in ihrer Wahlheimat Berlin seit acht Jahren. Shiota ist bekannt für ihre großformatigen begehbaren Fadeninstallationen, wie zuletzt das Projekt "The Key in the Hand", mit dem sie Japan bei der Biennale in Venedig 2015 repräsentierte. Shiato webt in ihren Arbeiten Wollfäden kunstvoll ineinander und erschafft so meterhohe Skulpturen, die in der Luft zu schweben scheinen und neue visuelle Ebenen eröffnen.   

In ihrer neuesten Kreation entführt Shiato die Besucher auf eine "Reise ins Ungewisse" - mitten hinein in ein dichtes Netz aus roten Fäden, das das gesamte Atrium der Galerie Blain|Southern füllt. Die Fäden scheinen aus der Decke nach unten zu wachsen und umweben am Boden mehrere verwaiste Bootsgerüste. Die Boote stehen dabei symbolisch für existenzielle Lebensfragen, deren Antworten im Dickicht aus roten Fäden nicht einfach zu finden sind. "Unsere Leben sind wie eine Reise ohne Ziel, doch auch wenn wir nicht wissen wohin es geht, können wir nicht anhalten. Ich wollte dieses Gefühl der Ungewissheit zum Ausdruck bringen und gleichzeitig die Suche nach Zugehörigkeit thematisieren.", so Shiato über ihre Installation.

Die blutroten Fäden und ihre Vernetzungen symbolisieren, wie so oft in Shiotas Arbeiten, das Innere des menschlichen Körpers und das komplizierte Geflecht der neuronalen Verbindungen im Gehirn. Die verflochtenen Stränge drücken aber auch die Verbindungen zwischen Menschen aus: "Die Linien aus Garn stehen für mich für alles, was Menschen miteinander verbindet, für die wechselhaften menschlichen Beziehungen. Die ganze Installation symbolisiert dieses Beziehungsgeflecht und die Boote tragen uns dabei auf einer wundersamen Reise ins Ungewisse".

Die obere Etage der Galerie bietet einen alternativen Blickwinkel auf die Installation – aus der Vogelperspektive blickt der Besucher auf das Geflecht aus roten Fäden. In den oberen Räumen werden zweidimensionale mit Garn bestickte Leinwände präsentiert und das Motiv der Installation im Untergeschoss wiederaufgegriffen. Bereits während ihres Studiums der Malerei begann Chiharu Shiota über die Grenzen von Leinwand und Farbe hinauszuarbeiten. Zunächst setzte sie ihren Körper in Performances ein, später nutzte sie den Faden als Ausdrucksmittel. Dies ermöglichte es ihr, auf ihre physische Präsenz zu verzichten, zugleich aber die ihren Werken immanente körperliche Erfahrung beizubehalten.

Die Ausstellung ist noch bis zum 17. November täglich (Dienstag bis Samstag) von 11:00 - 18:00 Uhr in der Galerie Blain|Southern in Berlin zu sehen.

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