17. Juni - 14. August 2016 Eremitage St. Petersburg

WASSILY KANDINSKY ZUM 150.

Eremitage ehrt den bedeutendsten russischen Künstler des Expressionismus

Im Jahr 2016 würde Wassily Kandinsky seinen 150. Geburtstag feiern. Die Eremitage in St. Petersburg nahm dies zum Anlass, dem berühmten abstrakten Künstler eine eigene Ausstellung zu widmen. Die Eremitage ist eines der berühmtesten und größten Kunstmuseen der Welt mit über drei Millionen Exponaten, von denen der Großteil im Winterpalast – der einstigen Hauptresidenz der russischen Zaren – ausgestellt wird.

Ab dem 17. Juni 2016 zeigt das Museum nun die Ausstellung „The Attraction of Non-objectivity. On the 150th Anniversary of the Birth of Wassily Kandinsky“, die zuvor in der Moskauer Tretjakow Galerie zu sehen war. Die Schau präsentiert bedeutende Bilder aus dem Werk von Kandinsky, unter anderem "Komposition VI" und “Komposition VII“, die erstmals seit 1989 nebeneinander gezeigt werden.  Die beiden Bilder von 1913 gelten als Schlüsselwerke des abstrakten Künstlers, die seine grundlegenden Ideen über Kunst – stark beeinflusst von der Musiktheorie des beginnenden 20. Jahrhunderts – deutlich zur Anschauung bringen.

Wassily Kandinsky wurde am 4. Dezember 1866 in Moskau geboren. Nach dem Abschluss der Universität wird er Maler und geht nach München, wo er die Malerei des sogenannten Blauen Reiters entscheidend mitprägt. Gemeinsam mit Franz Marc organisiert Kandinsky in München die ersten Ausstellungen der berühmten Künstlergruppe und beginnt früh eine neue Kunstform zu entwickeln, bei der sich Farben und Formen frei einsetzen lassen. Kandinsky veröffentlicht zudem zahlreiche Schriften, in denen er seine Ideen festhielt. 1914 kehrt er – nach der deutschen Kriegserklärung gegen Russland – nach Moskau zurück. Die Verhältnisse in der neuen Sowjetunion – die Einschränkungen der Kunstfreiheit durch die neuen Machthaber – werden jedoch zunehmend unerträglich, sodass er 1921 nach Berlin reist, wo er eine Lehrtätigkeit am Bauhaus aufnimmt. Hier kommt er in Kontakt mit dem russischen Konstruktivismus und die geometrischen Strukturen in seinen Bildern setzen sich endgültig durch. Nach der Schließung des Bauhauses durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933 emigriert Kandinsky nach Frankreich, wo er am 13. Dezember 1944 stirbt.

Das Werk von Kandinsky ist heute noch immer bedeutend für die Kunst. Zahlreiche Museen – neben der Eremitage in Russland auch das bekannte Guggenheim Museum in New York – zeigen die Werke des Künstlers, der unbestritten einer der wichtigsten der modernen Kunst ist. Die Ausstellung der Eremitage anlässlich des 150. Geburtstages von Kandinsky macht dies umso deutlicher. Sie kann noch bis zum 14. August 2016 besichtigt werden.

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