16. November - 21. Dezember 2014 Galerie Berlin-Baku Berlin

WELT DER VISIONEN UND EXISTENZEN

Die Trennung zwischen der Welt der Vision und der Welt der Existenz ist nicht immer klar, manchmal kann man sogar von der existenziellen Vision oder der visionären Existenz sprechen, äußere und innere Welten prallen aufeinander, reichen sich die Hand. Es gibt sie, die Orte, die hinter dem offensichtlich verlorenen Kampf mit der Zeit, Zeugnis einer kargen Wahrhaftigkeit sind. An ihren Wänden spiegelt die Dekoration Schmerz, Verlust sowie die Inspiration des Lebens wieder.
Verdeckte Existenzen, die sich schützen wollen oder auch nur ausharren, weil sie auf einen besseren Tag warten, von einer versteckten Vision getragen werden.
Der griechische Fotograf Stratis Vogiatzis möchte mit seiner Reihe „People of the Sea“ und „Inner World“ die innere Welt künstlerisch ergründen, das Leben als zeitliches Ereignis sichtbar zu machen, ohne große Vertuschung, sondern auf bescheidene Weise inszeniert zwischen der Last der Entbehrung, und dem Verlangen nach Schönheit, immer wieder neu angetrieben von Glauben und Hoffnung. Authentizität im Raum - der Fotograf als Pilger. Doch was ist, wenn sich die Natur aufbäumt und unsere innere Welt auszubrechen versucht, dabei unsere eigene Wahrnehmung in Frage stellt, und der Moment nicht greifbar wird, sich verschiebt, in ständiger Bewegung neu zusammensetzt und wir im Strudel unserer Selbst und dem was wir sehen nach der Wahrhaftigkeit suchen? Das Meer ist ein perfekter Ort für diese Reise in die eigene innere Welt.
Die iranische Fotografin Morvarid K. befasst sich in der poetischen Serie „Above the streets“ mit der sozialen Rolle von schwarz, dem Selbstausdruck durch die Kraft der Farbe, dem schmalen Grat zwischen privaten und öffentlichen Raum, persönlicher Freiheit und strengen auferlegten Regeln. Fotografiert auf den Dächern von Teheran, ein kritischer und symbolischer Ort, wo der private und der öffentliche Bereich sich treffen und die persönliche Freiheit den öffentlichen Raum erreicht. In ihren Arbeiten „Preserved for a better day“ verdeckt sie die Existenzen der heutigen Teheraner mit dem weissen Tuch als Metapher, getragen von der Hoffnung, dass ein besserer Tag auf sie wartet. Es ist nur die Schicht der Diskretion und Schutz. Jedes einzelne Lebewesen unter diesem Tuch hat seine ganz spezielle Geschichte von Vision & Existenz, die Morvarid K. erzählt.
Die aserbaidschanische Fotografin Natavan Vahabova zeigt Relikte von verschiedenen Existenzen in Baku, getragen von Visionen und Wünschen, aber auch dem einfachen „Ist Sein“. Dabei werden Fotos aus ihren Serien „Baku“, „b/w“, „Fragments“, „Metanet“ und „Balakhani“ gezeigt. Balakhani ist eine der ältesten Stadtteile von Baku, wo meist die ärmere Bevölkerung lebt. Dieser Stadtteil ist noch recht in der Tradition geblieben: enge Gassen, Nahes mit- und aufeinander leben, mit dem Wohnzimmer auf der Straße. Dort befinden sich auch die meisten Ölfelder, manchmal im eigenen Hof. Trotz der ärmlichen Verhältnisse versuchen die Menschen das Leben dort zu genießen. Die Fotografin versucht in ihren Fotos

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