18. März - 14. Mai 2017 Kunstverein Hannover

WHAT WOULD I DO IN ORBIT

Anne-Mie Van Kerckhoven Ausstellungsansicht Kunstverein Hannover, 2016;
Foto: Raimund Zakowski
Anne-Mie Van Kerckhoven "= Basic", 1980, Ausstellungsansicht Museum, Abteiberg Mönchengladbach 2016, Foto: Uwe Riedel
Anne-Mie Van Kerckhoven "Attributen en Substantie", 1994, Gravur/Collage mit Plexiglas, auf bemalte Holzkiste montiert, Sammlung M HKA Museum voor Hedendaagse Kunst
Anne-Mie Van Kerckhoven "Defluff", 2000, Jacquard Tapisserie, Courtesy Zeno X Gallery, Antwerpen

Anne-Mie Van Kerckhoven Retrospektive

Mit der Einzelausstellung "What Would I Do In Orbit?" der belgischen Künstlerin Anne-Mie Van Kerckhoven präsentiert der Kunstverein Hannover nach den Gruppenausstellungen "Digital Conditions" (2015) und "Digital Archives" (2016) erneut eine Ausstellung, die sich mit digitalen Fragestellungen auseinandersetzt.

Ausgangspunkt des Werkes von Anne-Mie Van Kerckhoven bildet das menschliche Gehirn mit seinen analytischen wie auch irrationalen Möglichkeiten von Wahrnehmung und Erkenntnis.

Stets wird Logik bei Van Kerckhoven durch Absurdität und mentale Brüche konterkariert, und dem Analytischen wird das Mystische hinzugefügt, ohne dies als Gegensatz zu verstehen. "What Would I Do In Orbit?" umfasst Werke aus insgesamt vierzig Jahren der zunächst als Grafikerin ausgebildeten Künstlerin.

Van Kerckhoven beschäftigte sich früh mit Forschungen zu künstlicher Intelligenz, wodurch Bildsprachen bestimmend wurden, die durch wissenschaftliche Bildverfahren geprägt sind, wie Diagramme, zeichnerische Animationen und Text-Bild-Schemata.

Bereits in den 1980er-Jahren benutzte sie gleichwertig digitale und analoge Ausdrucksformen und übertrug die digital konstruierten Welten in den Raum. In Zeichnungen, Malereien, Drucken und Filmen setzt die Künstlerin meist weibliche Körper wie "Selfies" als Protagonistinnen ein.

Eigens für die Ausstellung entwickelte Displays unterteilen die insgesamt zwölf Kapitel der Retrospektive. Die einzelnen Kapitel verbinden collageartig Werke aus verschiedenen Jahren, die inhaltlich gebündelt und durch assoziative Texte der Künstlerin kommentiert wurden.

Letztendlich funktioniert die gesamte Ausstellung – trotz der linearen Raumabfolge und vermeintlich systematischen Unterteilung – selbst als eine Art Gehirn, in dem das Querdenken leichtfällt.

Die Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit dem Museum Abteiberg und dem M HKA Antwerpen realisiert und ist bis zum 14.05.2017 für Besucher geöffnet.

Mehr Informationen können Sie der eigens für das Ausstellungsprojekt entwickelten Website entnehmen.

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