16. November - 10. Mai 2015 Harvard Art Museum

WORK IN PROGRESS

Die Ausstellung "Work in Progress", kuratiert von Lynette Roth, präsentiert ausgewählte Fotografien und die frühen Filme der deutschen Künstlerin Rebecca Horn. Horn, 1944 im Odenwald geboren, ist mittlerweile eine international anerkannte, zeitgenössische Künstlerin – bekannt ist sie vor allen Dingen durch ihren multimedialen Zugang zur Kunst. Ihre Kunst kann als "work in progress" verstanden werden - ein Gesamtwerk, das sich zu einem immer weiter anwachsenden Strom aus Performances, Filmen, skulpturalen Raum-Installationen, Zeichnungen und Fotoübermalungen zusammenfügt. Dabei wird ihr Werk von einer unverwechselbaren konsequenten Logik zusammengehalten; jede neue Arbeit scheint sich stringent aus der vorherigen zu entwickeln. Wie die Künstlerin selbst im Jahr 1991 feststellte: "Es ist alles miteinander verbunden." Die aktuelle Ausstellung im gerade neu eröffneten Harvard Art Museum beleuchtet diesen Aspekt von Rebecca Horns Kunst an Hand jüngster Akquisitionen des Museums. Einiger dieser Werke wurden als Geschenke von der Künstlerin selbst dem Museum übergeben.

Fünf Kunstwerke, aus den 1970er bis 1990er Jahren werden in den von der Künstlerin selbst entworfenen Vitrinen präsentiert. Sechs Schwarz-Weiß-Fotografien aus der Reihe Performance Edition (gedruckt im Jahr 2000), zeigen den frühen Stil der Künstlerin zwischen 1971 und 1972. Zwei Filme werden zusammen kombiniert und in einer Endlosschleife auf die lebensgroße Galeriewand projiziert. Performances 2 (1973, Farbe und Ton, 16 mm in DVD-Projektion; 38 min) porträtiert in einem weitgehend dokumentarische Stil die persönlichen Kunst Performances der Künstlerin, in der sie mit sogenannten "Körper-Extensionen" das Gleichgewicht zwischen Mensch und Raum auslotet. Berlin Exercises: Dreaming under water of things afar (1974-1975, Farbe und Ton, 16 mm in DVD-Projektion; 42 min), bezeichnet die Künstlerin als ihren ersten Film. Hier werden verschiedene Performances im Atelier der Künstlerin über einen vorgegebenen Zeitraum präsentiert.

Im Rahmen dieser Ausstellung bietet das Museum ein spezielles Programm mit Filmvorführungen von Rebecca Horns Spielfilmen an. The Gigolo (Der Eintänzer) (1978), Buster‘s Bedroom (1990), Moon Mirror Journey (2011), und ihre ältesten Filme aus den Jahren 1970-72 (Performances 1) werden jeden Sonntag in der Menschel Hall während der gesamten Dauer der Ausstellung gezeigt. Die Filmvorführungen sind dabei bereits in dem Museumseintritt miteingeschlossen.

Die Ausstellung dient auch als Anlass zur Enthüllung der neusten, extra für dieses Ereignis in Auftrag gegebene Skulptur von Rebecca Horn. Die kinetische Figur Flying Books under Black Rain Painting (2014) wird in der neuen Eingangshalle des Museums aufgestellt und längerfristig Teil der Dauerausstellung sein. Interessierte Besucher können sich die Ausstellung der deutschen Aktionskünstlerin noch bis zum 10. Mai 2015 in der University Research Gallery des Harvard Art Museums anschauen.

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