Do, 07. September 2015 Museum of Modern Art New York

YOKO ONO

One Woman Show

Als sie 1969 John Lennon heiratete, war von ihrer Kunst kaum noch die Rede, doch seit ein paar Jahren wird die Kunst der Fluxus-Künstlerin und zweimaligen Documenta-Teilnehmerin neu entdeckt. Nach der Retrospektive, welche die Schirn Kunsthalle in Frankfurt der Künstlerin 2013 zu ihrem 80. Geburtstag widmete, wird Yoko Ono nun  im Museum of Modern Art in New York mit der Einzelausstellung „One Woman Show, 1960-1971“ geehrt.

Bereits 1971 – auf dem Höhepunkt der Fluxus-Bewegung –  lud die Künstlerin zu einer „One Woman Show“ ins New Yorker MoMa – ohne dass das Museum davon wusste. Ono veranstaltete eine Art Performance, die als kritischer Kommentar auf das Museum als bürgerliche Institution gedacht war. So bekamen die Besucher keine Werke von ihr zu Gesicht, sondern lediglich einen Mann mit einem Schild, auf dem stand, die Künstlerin habe Fliegen ausgesetzt und die Besucher sollten diesen nachspüren.

Ausgangspunkt der jetzigen Ausstellung bildete eine umfangreiche Schenkung, welche die Fluxus-Sammlung des MoMa entscheidend erweiterte und sogar zu einer der wichtigsten der USA machte. Als Anhänger der Fluxus-Bewegung, die Yoko Ono neben namhaften Künstlern wie Joseph Beuys und John Cage wesentlich mitgeprägt hatte, stellte auch sie die schöpferische Idee in den Mittelpunkt ihrer Kunst.

Bekannt wurde die heute 82-Jährige mit ihren richtungsweisenden Arbeiten in den frühen 1960er-Jahren, die zuerst in New York und später in Japan gezeigt wurden, darunter die Performance „Cut Piece “, bei dem sich Ono von den Betrachtern Stück für Stück ihrer Kleidung vom Leib schneiden ließ, sowie das 1964 erschienene Buch „Grapefruit“.

Die von Klaus Biesenbach kuratierte Ausstellung legt den Fokus auf ihr künstlerisches Schaffen in den Jahren 1960 bis 1971 und zeigt rund 125 Objekte, Arbeiten auf Papier – darunter das bekannte "War is Over if You Want it"-Plakat von Ono und Lennon –,  Installationen, Performances, Hörstücke, Filme und Archivmaterial. Besucher werden häufig zum Mitmachen eingeladen und können beispielsweise unter ein schwarzes Laken krabbeln, oder sich in einem Raum gegenseitig anfassen.

Das Museum hat sich mit dieser großangelegten Schau zum Ziel gesetzt, weniger die Berühmtheit Yoko Ono, sondern vor allem die bahnbrechenden Leistungen der Künstlerin in den 1960er Jahren im Zusammenhang mit der damals aufkommenden Fluxus-Bewegung zu würdigen.

Die Ausstellung „Yoko Ono. One Woman  Show“ ist noch bis zum 7. September im Museum of Modern Art in New York zu sehen.

 

 

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