06. Mai - 10. September 2017 Peggy Guggenheim Museum

MARK TOBEY: THREADING LIGHT

© 2017 Mark Tobey / Seattle Art Museum, Artists Rights Society (ARS), New York, Mark Tobey, Threading Light, 1942, 74,3 x 50,2 cm, The Museum of Modern Art, New York
© 2017 Mark Tobey / Seattle Art Museum, Artists Rights Society (ARS), New York, Mark Tobey, Lumber Barons, 1957, 61,12 x 86,52 cm, The Menil Collection, Houston
© 2017 Mark Tobey / Seattle Art Museum, Artists Rights Society (ARS), New York, Mark Tobey, Crystallizations, 1944, 45,7 x 33 cm, Iris & B. Gerald Cantor Center for Visual Arts, Stanford University, Mabel Ashley Kizer Fund, Donation Melitta & Rex Vaughan, Modern and Contemporary Acquisitions Fund
© 2017 Mark Tobey / Seattle Art Museum, Artists Rights Society (ARS), New York, Mark Tobey, Untitled [Sumi Drawing]), 1957, 51,75 x 72,39 cm, Collezione Martha Jackson, The Albright-Knox Art Gallery, Buffalo, New York

Erste umfangreiche Retrospektive seit 20 Jahren

"Mark Tobey: Threading Light" (dt: Lichtfäden) ist die erste umfangreiche Retrospektive des amerikanischen Künstlers seit 20 Jahren. Die Ausstellung zeigt die Entwicklung seines bahnbrechenden Stils und macht deutlich, wie bedeutend und gleichsam unterschätzt Tobeys Beitrag zur Abstrakten Kunst und zum amerikanischen Modernismus des 20. Jahrhunderts tatsächlich war.

Die von der selbstständigen Kuratorin Debra Bricker Balken geleitete Ausstellung umfasst 70 Gemälde aus den Jahren 1920 bis 1970. In Form einer Retrospektive spiegelt sie Tobeys Oeuvre in seinem gesamten Umfang wider und offenbart dessen außergewöhnlich nuancierte und gleichzeitig radikal anmutende Schönheit.

Mark Tobey ist einer der großen amerikanischen Künstler der 1940er Jahre, einer Zeit, in der sich der abstrakte Expressionismus herausbildete. Besonders aufgrund seiner "White Writings" - kalligrafisch anmutende weiße Linienstrukturen – gilt er als Wegbereiter für die New Yorker Schule und ihren berühmtesten Vertreter Jackson Pollock.

Tobeys kleinformatige Gemälde zeigen filigran wirkende netzartige Strukturen und ineinander verflochtene Linien. Erstmals in New York im Jahr 1944 ausgestellt, weckten die tollkühnen Kompositionen großes Interesse in der Kunstwelt. Die einzigartigen kalligrafischen Interpretationen muten urbane Landschaften an - mit verwirrender, gewaltiger Architektur, einem Gewirr aus Straßen und einem alles durchdringenden hellen Licht.

Seine Werke sind das Ergebnis einer geradezu lyrischen Kombination aus westlicher und östlicher Kultur - von chinesischen Schriftrollenmalereien bis hin zum europäischen Kubismus.

Diese einzigartige Form der Abstraktion rührt von den Erfahrungen des Künstlers, die er während seiner Zeit in New York und Seattle sowie auf seinen Reisen durch Hong Kong, Shanghai, Kyoto und Europa machte. Ein weiterer Quell der Inspiration war seit seiner Konvertierung zum Bahaitum im Jahr 1918 auch sein Glaube.

"Durch diesen Stilmix war es Tobey – anders als den Malern des Modernismus – möglich, eine gewisse Verbindlichkeit zum Kubismus zu umgehen, indem er Elemente formaler Sprachen zu Kompositionen verschmelzen ließ, die auf verblüffende Weise zugleich radikal und schön erscheinen", erklärt Kuratorin Debra Bricker Balken.

Tobeys Werke sind ein Verbindungsstück im internationalen Modernismus der 1950er Jahre, eine Art Brücke, die im Diskurs der Nachkriegskunst lange Zeit unbeachtet geblieben war.

Die Ausstellung "Mark Tobey: Threading Light" ist vom 6. Mai bis zum 10. September 2017 im Peggy Guggenheim Museum in Venedig zu sehen.

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