08. November - 23. Februar 2014 Bundeskunsthalle Bonn

Nie wieder Krieg!

Zum Jahrestag des Kriegsausbruchs vor 100 Jahren erzählt erstmals eine Werkschau, wie das Schicksal der Künstler zu einer Zeitenwende in der modernen Kunst führte.  Es war ein Neubeginn mit Kunstrichtungen wie dem Dadaismus und den Surrealismus.  Mit rund 300 Werken sind fast alle Großen der Klassischen Moderne versammelt, von Max Beckmann über Otto Dix, Paul Klee, Wassily Kandinsky, Ernst Ludwig Kirchner bis hin zu Pablo Picasso und Egon Schiele.

Die Ausstellung ist chronologisch angeordnet, aber jeder Raum einem speziellen Thema gewidmet. Sie zeichnet die Lebenswege von Künstlern nach, die direkt aus dem Atelier hinaus ins Feld und in die Schlacht zogen. Max Beckmann und Otto Dix erhofften sich durch den Krieg neue Grenzerfahrungen für ihre Kunst. Doch erst mal sprechen nur Erschütterung und Fassungslosigkeit aus ihren Werken. Andere Künstler erhofften sich wiederum eine Erneuerung des maroden bürgerlichen Systems.  August Macke fiel schon im September 2014, Franz Marc im März 2016. Sie ahnten nicht, wie schrecklich Krieg ist und erst recht ein moderner, industrialisierter Krieg.  17 Millionen Menschen verloren ihr Leben.

Plötzlich steckten Künstler in Uniformen und standen sich als Kriegsgegner gegenüber. Gerade noch hatten sie sich in Berlin, Paris oder London getroffen, um Erfahrungen auszutauschen. Auf einen Schlag war der fruchtbare, internationale Dialog abgebrochen. Eine Reihe von Künstlern flüchtete in die neutrale Schweiz, wo der Dadaismus als internationale Protestbewegung entstand. Spätere Surrealisten forderten einen neuen Geist, wieder andere retteten sich in die totale Abstraktion. So waren am Ende des 1. Weltkrieges neue richtungsweisende Kunstströmungen entstanden.

„1914 – Die Avantgarden im Kampf“ ist noch bis zum 23. Februar 2014 in Bonn zu sehen.

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