09. März - 18. Juni 2017 British Museum

THE AMERICAN DREAM

Wayne Thiebaud, (b.1920), Gumball Machine. Colour linocut, 1970. © Wayne Thiebaud/DACS, London/VAGA, New York 2016.
May Stevens (b. 1924), Big Daddy with Hats. Colour screenprint, 1971. © May Stevens. Reproduced by permission of the artist and Mary Ryan Gallery, New York
Edward Ruscha (b. 1937), Standard Station. Colour screenprint, 1966. The Museum of Modern Art, New York/Scala, Florence. © Ed Ruscha. Reproduced by permission of the artist.
Willie Cole (b. 1955), Stowage, Woodcut on Japanese paper, 1997. © Willie Cole. Reproduced by permission of the artist courtesy of Alexander and Bonin Publishing, New York
Andy Warholl, Vote McGovern, Colour screenprint, 1972. © 2016 The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc./Artists Rights Society (ARS), New York and DACS, London.

Von der Pop Art zur zeitgenössischen Kunst

Die Ausstellung "The American Dream: pop to the present", die von Morgan Stanley gefördert und von der Terra Foundation for American Art unterstützt wird, beleuchtet die Kreativität eines Mediums, das seine Blütezeit in einer der turbulentesten und dynamischsten Momente der US-Geschichte erlebte, als Wohlstand, Macht und kultureller Einfluss des Landes so groß wie nie zuvor waren.

Die Ausstellung präsentiert wichtige Leihgaben von Institutionen wie dem Museum of Modern Art in New York und der National Gallery of Art in Washington DC sowie Werke der umfangreichen Graphiksammlung des British Museum.

Mit mehr als 200 Kunstwerken von 70 Künstlern beschreibt die Ausstellung die kreativen Impulse der amerikanischen Kunstszene der vergangenen sechs Jahrzehnte – von der Pop Art der New Yorker- und Westküsten-Kunstszene in den frühen 1960ern über die Entstehung des Minimalismus, der konzeptuellen Kunst und des Fotorealismus in den 1970ern, bis zu den Techniken heutiger Künstler.

Ausgestellt sind einige der größten Künstler Amerikas, wie Jasper Johns, Robert Rauschenberg, Ed Ruscha, Chuck Close, Louise Bourgeois, Kara Walker und Andy Warhol – sie alle schufen in den letzten Jahren mithilfe unterschiedlichster Drucktechniken berühmteste und ikonische Bilder.

Die Ausstellung ergründet innovative Techniken in beispielloser Dimension und die Kühnheit und Ambition, die die amerikanische Drucktechnik zum idealen Ausdruck von Macht und Einfluss der USA macht. Zudem weisen die Kunstwerke Bezüge zu aktuellen sozialen Fragestellungen auf und thematisieren Rassendiskriminierung, AIDS und Feminismus.

Großformatige Drucke, die in großer Menge angefertigt werden, wie Warhols "Marilyn", die minimalistischen linearen Formen des Bildhauers Donald Juddor und der monumentale Holzschnitt des Afro-Amerikaners Willie Cole, der das Deck eines Sklavenschiffs zeigt, werden neben Werken, die im kleineren Umfang hergestellt wurden, ausgestellt. Diesen Werken sind Künstlerbücher beigelegt, so z.B. von Ed Ruscha oder Ida Applebroog.

Einige amerikanische Künstler stellten auch Drucke her, die in engem Zusammenhang mit ihrer Arbeit in anderen Medien standen. Dieses Crossover zeigt sich sowohl in Werken von Andy Warhol, wie dem Gemälde "Little Electric Chair" oder seiner Serie "Campbells Soup Cans", die zehn Siebdrucke desselben Objekts zeigt, als auch in der von Claes Oldenburgs "Three-Way Plug", das in der Ausstellung mit seinem Gegenstück "Floating Three-Way Plug" zu sehen.

Eine bahnbrechende und anhaltende Veränderung in der Produktion, im Marketing und im Konsum von Drucken zeigte sich erstmals in den 1969ern: Inspiriert von der monumentalen und sehr ausdrucksstarken Bilderwelt der amerikanischen Nachkriegszeit, findet eine junge Generation von Künstlern großen Gefallen an der Drucktechnik und stellt diese, auch in puncto Größe, Farbgebung und Effekte auf eine Ebene mit der Malerei und der Bildhauerei.

Die amerikanischen Drucke veranschaulichen auf lebendige und vielfältige Art und Weise eine Epoche, die für die US-amerikanische Gesellschaft auch eine Zeit des Wandels war.

Die kreative Kraft, die in den 1960ern freigesetzt wurde, ist noch immer spürbar. Amerikanische Künstler schätzen auch heute noch das große Potenzial und die Ästhetik der Drucktechnik, mit der sie ein breites Publikum erreichen und umfassende soziopolitische Themen anzusprechen vermögen.

Die erste große Ausstellung Großbritanniens zur modernen und zeitgenössischen amerikanischen Drucktechnik findet vom 9. März bis zum 18. Juni 2017 im British Museum in London statt.

 

 

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