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  |  15. Oktober 2014

ZEITGENÖSSISCHE KUNST AUS ASERBAIDSCHAN

Dass aserbaidschanische Kunst mehr zu bieten hat als das traditionelle Kunsthandwerk und die seit Jahrhunderten geschätzte Teppichknüpfkunst, beweist ein Blick in die gegenwärtige Kunstszene des Landes und seine vielfältigen Strömungen zeitgenössischer Kunst.

Lange war Aserbaidschan als Republik der Sowjetunion von den zeitgenössischen künstlerischen Entwicklungen in Europa und Amerika abgeschottet. Als in den sechziger und siebziger Jahren die Grundideen der zeitgenössischen Kunst weltweit Eingang fanden, hatte Aserbaidschan kaum Anteil daran. Erst im Nachhinein wurden die neuen Strömungen in Form der sogenannten Abscheron-Schule aufgenommen, deren Künstler vor allem das damalige politische System und die bestehende soziale Ordnung kritisierten. Anders als die avantgardistische Kunst in Europa wandten sich die aserbaidschanischen Künstler jedoch nicht von der klassischen Malerei ab, sondern erhoben sie zu ihrem maßgeblichen künstlerischen Ausdrucksmittel. Erst seit dem Ende des 20. Jahrhunderts, als Aserbaidschan 1991 seine Unabhängigkeit von der Sowjetunion erlangen konnte, entwickelte sich schließlich eine moderne Kunst, wie sie schon lange im Westen praktiziert wurde. Seit 2000 sucht die junge Republik verstärkt nach neuen Ausdrucksmitteln und Stilen und versucht in einem enormen Tempo die europäischen Kunstströmungen der letzten Jahrzehnte nachzuholen. Auch die bis dahin kaum entwickelte konzeptuelle Kunst, Performance und Videoart beleben zunehmend die Kunstszene.

Seit 2007 stellt das Land am Kaspischen Meer seine Sicht der zeitgenössischen Kunst auch offiziell auf der Biennale in Venedig vor und konnte somit auch die Grundlage für den Austausch mit den Kunstzentren Europas schaffen, um auch einem internationalen Publikum Gegenwartskunst aus Aserbaidschan vorzustellen. Seitdem gelingt es zunehmend aserbaidschanischen Künstlern, auch außerhalb der Grenzen ihres Heimatlandes mit ihrem Schaffen wirksam zu werden und der Welt ein modernes Bild des Landes zu vermitteln.

Auch das im Jahr 2009 gegründete Museum für Moderne Kunst in der Hauptstadt Baku hat mit seiner Sammlung von rund 800 Werken der aserbaidschanischen Avantgarde von 1950 bis heute und seiner Förderung von jungen Künstlern wesentlichen Anteil daran, die moderne und aktuelle Kunst des Landes einer breiteren Bevölkerungsschicht näher zu bringen.

Die Gegenwartskunst ist dabei stark durch die Heimat der Künstler geprägt und spiegelt den kulturellen Charakter des Landes, das voller vielfältiger Kontraste ist, wider. Die Verbindung von modernem Stil und westlichen Einflüssen mit Elementen der eigenen Kultur und Mythologie ist dabei für viele zeitgenössische Künstler Aserbaidschans Kennzeichen ihrer Arbeit. Die Künstler greifen nur selten politische Themen auf - trotz der geostrategischen Lage Aserbaidschans zwischen Osten und Westen und der außenpolitisch relevanten Position zwischen Russland und dem Nahen Osten. Vielmehr reflektieren sie die tausendjährige Geschichte und Vergangenheit ihres Landes, aber auch den Reichtum Aserbaidschans, das seit den Umwälzungen der ehemaligen Sowjetrepublik seine Wirtschaft, vor allem aufgrund der expansiven Erdölindustrie, immens ausbauen konnte.

Obwohl Aserbaidschan eine zunehmend wichtige Rolle in der Kunst spielt, gab es jedoch in Deutschland bisher nur wenige Ausstellungen, die den Besuchern einen Einblick in die Geschichte, Tradition und die aserbaidschanische Moderne gewährt haben. Doch es lohnt sich, die zeitgenössische Kunst des Landes näher kennenzulernen, denn dass Aserbaidschan ästhetisch-kreatives Potenzial birgt, beweist allein die Vielfalt an künstlerischen Positionen, die sich immer auch zwischen islamischer Bildtradition und modernem Einfluss bewegt.

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