Das art-scene.tv Kunst Magazin

Wir halten Sie über die aktuellen Kunst-Nachrichten auf dem Laufenden! Lesen Sie online und kostenlos News, Stories und Reportagen zu Museen, Künstlern, Galerien, Auktionshäusern und Kunstausstellungen.

Top-News
4. Januar 2020

Body Performance - Ausstellung der Helmut Newton Stiftung - Teil 2

Viviane Sassen begeistert seit Jahren die Modefotowelt. Auch sie arbeitet in erster Linie mit dem menschlichen Körper, etwa indem...


weiter

Top-News
31. Dezember 2019

Body Performance - Ausstellung der Helmut Newton Stiftung - Teil 1

Performance ist eine eigenständige Kunstform, und die Fotografie ist ihr ständiger Begleiter. In dieser Gruppenausstellung werden...


weiter

  |  18. Juni 2015

KUBAS INTERNATIONALER STAR

Wifredo Lam und seine afrikanischen Wurzeln

Der kubanische Künstler Wifredo Lam  ist der berühmteste Maler Kubas. Seine Werke verbinden afrokubanische Traditionen mit Einflüssen Picassos. Der 1902 in Kuba geborene Lam wird in seiner Heimat verehrt, weil er einer der ersten Maler war, der sich auf seine afrikanischen Wurzeln besann. In seinen Bildern geht es um das kulturelle und religiöse Erbe, das von westafrikanischen Sklaven auf die Karibik-Insel gebracht wurde. 

Wifredo Lam selbst hat asiatische, afrikanische und spanische Wurzeln. Sein Vater war Chinese und seine Mutter afrikanischer Abstammung. Geboren in Sagua la Grande, eine Kleinstadt an der Nordküste Kubas zeichnete er seit frühester Kindheit. 1916 zog seine Familie nach Havanna, wo er von 1918 bis 1923 an der Kunsthochschule studierte. Schon als 21-jähriger trieb es Lam nach Madrid und später nach Paris, wo er bei den großen Surrealisten in die Schule ging. 1938 lernte er Pablo Picasso persönlich in Paris kennen. Seine Kunst hinterließ tiefe Spuren in Lams Werken.  1942 kehrte Lam nach Kuba zurück und verbreitete seine surrealistischen Ideen in der Karibik. Aus dieser Zeit stammen seine wohl bekanntesten Werke „The Jungle“, „The Chair“ und „The Third World“.

Die beiden Kunststile „Surrealismus“ und „Kubismus“ prägten seine Werke zeitlebens.  Wifredo Lam komponierte in seinen Arbeiten rätselhafte, mythische Bilderwelten und ihm gelang eine meisterliche Reduktion auf abstrakte Formen.  Sein Ziel war es jedoch immer, einen eigenen visuellen Ausdruck zu finden, in dem afrikanische, chinesische und karibische Einflüsse miteinander verschmelzen.  Seine  kraftvolle Malerei, die auf wild-tänzerische Art afrikanische Götter zu beschwören scheint, kommt der kubanischen Santería-Religion sehr nahe,  eine Mischung aus afrikanischer Ahnenverehrung und katholischem Glauben.  

Im „Centro Wifredo Lam“ in der Altstadt von Havanna ist sein Leben als Künstler dokumentiert – in Büchern, Ausstellungskatalogen, Bildern und Videoaufnahmen. Das Zentrum fördert den künstlerischen Nachwuchs in Kuba. In wechselnden Ausstellungen zeigen junge Talente ihr Können.  Ein Zitat von Wifredo Lam weist im kolonialen Innenhof auf sein politisches Selbstverständnis hin: „Mi pintura es un acto de descolonización“ – „Meine Malerei ist ein Akt der Entkolonialisierung.“  Eine Aussstellung über Lams Kunst läuft gerade in der privaten „Martha Machado Art Hall“ in Havanna.  Zu sehen sind vor allem Lithographien aus den siebziger Jahren.

Auch zu Deutschland hatte Lam ein gutes Verhältnis. 1959 nahm er an der „documenta II“ und 1964 auch an der „documenta III“ in Kassel teil. Am 11. September 1982 starb Wifredo Lam in Paris als französischer Surrealist, wie er in Frankreich gesehen wurde. Die letzten drei Jahrzehnte hatte Wifredo Óscar de la Concepción Lam y Castilla, so sein vollständiger Name, seinen Hauptwohnsitz in Paris, reiste aber hin und wieder in seine alte Heimat Kuba. Ein Maler und Graphiker zwischen vielen Welten.

Zurück zur Übersicht
Top-News
8. Oktober 2019

Affordable Art Fair Hamburg

Im Jahr 1999 war die Kunstwelt bestimmt von Expertenmessen, traditionellen Auktionshäusern und White Cube-Galerien. Wer Kunst...


weiter

Top-News
7. Oktober 2019

Olafur Eliasson: In real life

Olafur Eliasson (b. 1967) grew up in Iceland and Denmark. In 1995 he founded Studio Olafur Eliasson in Berlin, which today...


weiter

Example.com uses cookies. Close

Um eine optimale Funktionalität zu gewährleisten, werden auf dieser Website Cookies eingesetzt. Wenn Sie die Nutzung der Website fort­setzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung

Checkbox kommt...