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Top-News  |  10. November 2015

PHANTASTISCHER REALISMUS

Die Wiener Variante des Surrealismus

Anlässlich des Todes des Wiener Malers Ernst Fuchs möchten wir uns in den kommenden Wochen näher mit dem sogenannten Phantastischen Realismus auseinandersetzen. Die vor allem in Österreich bekannte Kunstströmung entwickelte sich in den fünfziger Jahren im Zuge des Zusammenschlusses von fünf gleichgesinnten Wiener Malern, die sich der surrealistischen Darstellung und einer geheimnisvollen bis hin zu rätselhaften Bildsprache verschrieben hatten.  

Zu den Mitgründern der „Wiener Schule des Phantastischen Realismus“ gehören neben dem kürzlich verstorbenen Ernst Fuchs auch Arik Brauer, Rudolf Hausner, Wolfgang Hutter und Anton Lehmden. Obwohl Fuchs – nicht zuletzt aufgrund seiner Selbstinszenierung als Malerfürst – als der prominenteste Vertreter der Gruppe gilt, schufen auch die anderen Vertreter dieser Bewegung außergewöhnliche Bilder, die sich zweifellos neben den surrealistischen Werken eines Salvador Dalì behaupten können.

Der europäische Surrealismus der 1930er Jahre bildet dabei einen der wichtigsten Ausgangspunkte ihrer Malerei, die sich in den Nachkriegsjahrzehnten von 1945 bis 1965 entwickelte und sich als bewusste Alternative zur damals vorherrschenden Abstraktion verstand. Nachdem die symbolistischen Tendenzen in der Zeit des Zweiten Weltkrieges weitgehend verdrängt wurden, widmeten sich die Wiener „Phantasten“ erstmals wieder dem Magischen und dem Unwirklichen in der Malerei – Elemente, die bereits im Symbolismus um 1900, in der italienischen „Pittura metafisica“, etwa bei Giorgio de Chirico, oder im Surrealismus auftauchten.

Eine weitere Traditionslinie führt bis ins 16. Jahrhundert, als der Manierismus in Abgrenzung zum klassischen Schönheitsbegriff der Renaissance  mystische und erotische Themen in zum Teil bizarren Darstellungen etablierte. Für die modernen Zeitgenossen, deren Bildverständnis vom Kubismus und der abstrakten Malerei dominiert war, bedeutete die Tatsache, dass sich die Künstler des „Phantastischen Realismus“ bewusst in die Tradition der Alten Meister stellten, eine außerordentliche Provokation.

In der Auseinandersetzung mit diesen fantastisch-surrealen Tendenzen der Kunstgeschichte schuf die Gruppe um Ernst Fuchs Werke, die einerseits aus dem Reich der Mythologie und des Traumes, andererseits aus der Historie schöpft und sich sowohl an den allegorischen Darstellungen eines Acrimboldo oder Hieronymus Bosch orientieren als auch an den mythologischen Inhalten in Peter Paul Rubens‘ Bildern sowie an surrealistischen Darstellungen von Salvador Dalí.

In den nächsten Wochen werden wir Ihnen die bedeutendsten Vertreter des Phantastischen Realismus anhand eines im Schaffen des jeweiligen Künstlers herausragenden Werkes näher vorstellen.

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