Das art-scene.tv Kunst Magazin

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6. März 2018

HIGH SOCIETY

Internationale Meisterwerke im Rijksmusem


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4. März 2018

ROBERT LEBECK

Beispielhafte Fotoreportagen eines deutschen Bildjournalisten


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Top-News  |  22. Februar 2016

HUGO BALL

130. Geburtstags des Dada-Künstlers

Der deutsche Schriftsteller Hugo Ball gilt als einer der Mitbegründer der künstlerischen sowie literarischen Dada-Bewegung, die in diesen Tagen ihr 100-jähriges Jubiläum feiert. Gemeinsam mit Hans Arp und anderen Künstlern gründete Ball im Februar 1916 das Cabaret Voltaire in Zürich – eine Künstlerkneipe, die seitdem als die Geburtsstätte der Dada-Bewegung gilt. Das Cabaret Voltaire sollte ein Treffpunkt für Gleichgesinnte sein, für Künstler und Intellektuelle. Als Reaktion auf die Schrecken des Ersten Weltkriegs und den Wahnsinn der Realität erhoben sie Nonsens und Absurdität zum Kern ihrer Kunst.

Hugo Ball prangerte wie viele seiner Zeitgenossen das sinnlose Morden des Ersten Weltkriegs an, aber auch den blinden Gehorsam der deutschen Soldaten. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs meldete er sich noch freiwillig zum Kriegsdienst, schnell begriff er jedoch die mörderischen Dimensionen eines solchen Krieges. Der Schock führte ihn zu einer Anti-Kunst, die eine klare Absage an den Krieg darstellte.

Dazu gehörten vor allem seine Lautgedichte, als dessen Pionier er gilt. Hugo Ball verzichtete dabei gänzlich auf sprachlichen Sinn und wandte die Sprache – analog zur abstrakten Malerei – rein formal als Lautmaterial an, was sie wiederum stark der Musik annäherte. Das Gedicht „Karawane“ weckt etwa Erinnerungen an eine vorüberziehende Elefantenherde, deren schwerfälliger Gang durch langgezogene Wörter und tief klingende Ausdrücke assoziiert wird.

Die im Cabaret Voltaire vorgetragenen Gedichte, Texte und Lieder sammelte Ball in einer Zeitschrift  und zusammen mit dem aus Rumänien stammenden Tristan Tzara gründete er im März die Dada-Galerie. Schon bald wandte sich Ball jedoch von der Dada-Bewegung ab, um sich nur wenige Jahre später strenggläubigen katholischen Kreisen anzuschließen, die ihn zu einer intensiven Beschäftigung mit der Welt der alten Mystiker führten.

Hugo Ball, der am 22. Februar 1886 im rheinland-pfälzischen Pirmasens geboren wurde, verstarb am 14. September 1927 mit nur 41 Jahren an Krebs in der Schweiz. Sein Geburtstag jährt sich 2016 zum 130. Mal.

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