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Top-News  |  24. Februar 2016

MERZKUNST

Kurt Schwitters‘ Antwort auf Dada

Verschiedene Alltagsgegenstände –  ein rostiges Hufeisen, eine Spielkarte –, Papierfetzen und andere teils undefinierbare Objekte finden sich auf dem Bild „Rossfett“. Der Künstler hat sie auf Holz geklebt und an verschiedenen Stellen mit Farbe übermalt. Herausgekommen ist dabei eine collagenartige Komposition, die sich durch das scheinbar zufällige Zusammenspiel von Farbe und Form auszeichnet.

Die sogenannten Merzbilder sind stilprägend für das Werk des 1887 in Hannover geborenen Künstlers Kurt Schwitters. Für die Merzbilder, die kurz nach dem Ersten Weltkrieg entstanden, benutzte der Künstler alle möglichen Fundstücke aus dem Alltag. Sie bestehen aus Zeitungsausschnitten, Reklame, Holz und Metall, aber auch aus Abfall. Aus dem unterschiedlichen Material sollte ein homogenes Ganzes entstehen, bei dem die einzelnen Fragmente ihren Eigenwert verlieren und nur noch als Formelemente in Erscheinung treten, die alle als gleichwertig betrachtet werden. Er komponierte seine Collagen und Assemblagen dabei wie ein traditionelles Gemälde.

Merz ist ein Kunstwort, das auf den deutschen Künstler zurückgeht und als Synonym für den Begriff Dada bezeichnet werden kann. Es besitzt dabei einen ähnlich sinnfreien Charakter wie das Wort Dada, für den Künstler selbst wird „Merz“ jedoch zum Ausdruck seines Lebens, mit dem er den Menschen vom gewohnt zweckgerichteten Leben befreien wollte.  In späteren Jahren benutzte Schwitters „Merz“ auch als Oberbegriff für seine Kunst. In seinen Merzbildern führte er die Technik der Collage, in der fremdes Material in ein Werk eingearbeitet wird, weiter bis hin zur Assemblage und machte damit einen wichtigen Schritt in Richtung Fotomontage, die im Dadaismus entwickelt wurde.

Kurt Schwitters gilt als einer der Hauptvertreter des Dadaismus, auch wenn er von der insbesondere deutschen Gruppierung der Dadaisten eigentlich abgelehnt wurde. Zwar stand er in enger Verbindung mit den Zürcher Dadaisten wie etwa Hugo Ball und Hans Arp, bei der Berliner Dadaistengruppe  um Richard Huelsenbeck stieß er jedoch aufgrund seines politischen Desinteresses und seiner bürgerlichen Lebensweise auf Ablehnung. So wurde Schwitters im Jahr 1920 auch nicht zur Ersten Internationalen Dada-Messe in Berlin zugelassen. Dies hielt den Künstler jedoch nicht davon ab, eine eigene Dada-Bewegung in Hannover zu initiieren und sich mit seiner eigenen MERZ-Kunst zu etablieren.

Bekannt geworden ist Schwitters auch mit seinen Merzbauten – begehbare Kunstwerke, bei denen er das Prinzip der Collage verfolgte. Den ersten Merzbau beginnt der Künstler im Jahr 1923 in seiner Wohnung in Hannover aus unterschiedlichen Erinnerungsstücken zu errichten. Die Installation entsteht in seinem Atelier, gewinnt über die Jahre jedoch immer mehr Raum und breitet sich in seiner ganzen Wohnung aus. Der Hannoveraner Merzbau ist heute jedoch nicht mehr erhalten, da er durch Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Eine Rekonstruktion ist heute im Sprengel-Museum in Hannover zu besichtigen.

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