Das art-scene.tv Kunst Magazin

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Top-News  |   1. März 2016

OSKAR KOKOSCHKA

Zum 130. Geburtstag des bedeutenden Expressionisten

Vor drei Jahren machte ein Werk des österreichischen Malers Schlagzeilen, als es von einer Kommission als NS-Raubkunst eingestuft wurde. Das Museum Ludwig in Köln musste das Gemälde, auf dem Oskar Kokoschka die österreichische Schauspielerin Tilla Durieux porträtiert hatte, an die Erben des jüdischen Kunsthändlers Alfred Flechtheim zurückgeben. Das 1910 entstandene Bild, dessen Wert auf rund drei Millionen Euro geschätzt wird, war einst im Privatbesitz von Flechtheim, der als Verfolgter des NS-Regimes vermutlich gezwungen wurde, das Kunstwerk abzugeben.

Wie dem „Porträt Tilla Durieux“ erging es auch anderen Werken Oskar Kokoschkas. Seine Bilder, deren expressionistische und damit als ‚undeutsch‘ eingestufte Malweise nicht mit den Idealen der Nationalsozialisten zu vereinbaren war,  galten in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur als „entartet“. Die Werke von Kokoschka, der sogar als Hitlers „Kunstfeind Nr. 1“ galt, wurden aus öffentlichen Sammlungen und Museen entfernt und zerstört und 1936 veranlasste das NS-Regime schließlich ein totales Verbot jeglicher Kunst der Moderne in Deutschland. Die Diffamierung traf dabei alle Formen der Kultur wie Literatur, Film, Theater oder Musik – und damit auch alle anderen künstlerischen Äußerungen des österreichischen Malers, der heute als einer der bedeutendsten Expressionisten seiner Zeit gilt. Neben der Malerei verfasste Kokoschka auch Bühnenstücke sowie Gedichte, die er selbst mit Illustrationen versah. Heute sind die Werke von Oskar Kokoschka in zahlreichen Sammlungen in ganz Europa vertreten, finden sich beispielsweise aber auch in international bedeutsamen Sammlungen in den USA wie etwa im Museum of Modern Art in New York.

Seine Malerei war stark durch die „Neue Secession“ in Berlin geprägt und durch die Avantgarde-Künstler, die sich um die 1910 von Herwarth Walden gegründete Kunstzeitschrift „Der Sturm“ in Berlin versammelt hatten. Vor allem in der Zeit vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs spielte „Der Sturm“ eine entscheidende Rolle im französisch-deutschen Austausch der Expressionisten. Nach einer dreijährigen heftigen und unglücklichen Beziehung zu Alma Mahler, der Witwe des Komponisten Gustav Mahler, in der auch sein Malstil temperamentvoller wurde, meldete Kokoschka sich freiwillig als Soldat im Ersten Weltkrieg. Diese Erfahrungen sollten ihn in seiner Zeit als Kriegsmaler an der Front besonders prägen. In den folgenden Jahren nach dem Krieg unternahm Kokoschka, der zu diesem Zeitpunkt bereits zahlreiche Ausstellungen vorzuweisen hatte und als Professor an der Kunstakademie in Dresden tätig war, ausgedehnte Reisen durch Europa und Nordafrika, die ihn zu zahlreichen Städteporträts und Landschaftsbildern inspirierten. Eine Zäsur folgte in den dreißiger Jahren, als er vor den Diffamierungen der Nationalsozialisten erst nach Prag und dann nach England flüchtete, wo er 1946 auch die britische Staatsbürgerschaft annahm.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erfuhr seine Kunst einen erneuten Aufschwung. Nachdem er 1953 in die Schweiz übergesiedelt war, folgten eine Vielzahl von Reisen ins europäische und außereuropäische Ausland sowie verschiedene Retrospektiven seines Werkes, unter anderem in der Schweiz, Österreich und Japan. Kokoschka, der am 1. März 1886 in Pöchlarn geboren wurde, starb am 22. Februar 1980 mit 93 Jahren in Montreux in der Schweiz. Am heutigen Tag jährt sich sein Geburtstag zum 130. Mal.

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