Das art-scene.tv Kunst Magazin

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24. September 2018

SWAB BARCELONA

Die 11. Ausgabe der Swab Barcelona Art Fair findet vom 27. bis 30. September statt. Als eine der führenden unabhängigen...


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21. September 2018

Affordable Art Fair NYC

Die immer lebhafte und mit Spannung erwartete Affordable Art Fair NYC kehrt in den Metropolitan Pavilion zurück.


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Top-News  |   5. April 2016

KUNST UND ÖL

Wie hoch darf der Preis für finanzielle Unterstützung sein?

Am 1. April 2016 hat der neue Direktor des British Museum, der deutsche Kunsthistoriker Hartwig Fischer, die Nachfolge von Neil MacGregor angetreten, der sich im Dezember in den Ruhestand verabschiedet hat. Fischer, der während der vergangenen vier Jahre Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlung Dresden war, hat nicht wirklich Zeit sich in Ruhe in seine neue Position einzuarbeiten, denn er sieht sich unmittelbar nach Amtsantritt mit einer ethisch-komplexen Frage konfrontiert: Öl-Gelder – ja oder nein?

90 Prominente, Hochschulprofessoren, Künstler und Personen des öffentlichen Lebens wandten sich in einem offenen Brief an den neuen Museumsdirektor. Unter ihnen befinden sich beispielsweise die Schriftstellerin Margaret Atwood, die UNO Friedensbotschafterin Dr. Jane Goodall, die Schauspielerin Emma Thompson, die Designerin Vivienne Westwood oder auch John Sauven, Geschäftsführer von Greenpeace UK. Der offene Brief, der am 3. April in der britischen Tageszeitung The Guardin abgedruckt wurde und auch auf deren Webseite veröffentlicht ist, appelliert an die Vorbildfunktion, die eine Institution wie das British Museum hat. Klimaveränderungen seien rund um den Globus zu spüren, daher sei es unabdingbar, dass berühmte, öffentliche Institutionen die Umweltauswirkungen ihrer Aktivitäten minimierten. Weiter heißt es in dem Brief, dass der Businessplan von BP nicht mit einem stabilen Klima sei kompatibel, und dass das Mineralölunternehmen seinen Einfluss gegen klimapolitische Maßnahmen geltend mache. Wenn das British Museum Gelder von BP annehme, so billige es die Geschäftspraktiken des Ölkonzerns und dies würde die Reputation des Hauses empfindlich beschädigen.

BP steht nicht erst seit der verheerenden Umweltkatastrophe der gesunkenen Ölbohrplattform Deepwater Horizen im Golf von Mexiko 2010 in der Kritik. Im vergangenen Jahr wurde das Unternehmen hierfür mit der höchsten Strafzahlung in der US-amerikanischen Geschichte in Höhe von 20,8 Mrd. US-Dollar belegt. Dem Ölkonzern werden neben fahrlässigem Verhalten, zureichenden Sicherheitsmaßnahmen und Wartungsarbeiten vor allem auch Menschenrechtsverletzungen, Finanzierung von Bürgerkriegen und Waffenhandel vorgeworfen.

Seit 1996 wird das British Museum in London von BP unterstützt. Der Ölkonzern ist als Hauptsponsor bei zahlreichen erfolgreichen Ausstellungen aufgetreten und sieht sich selbst als einen der bedeutendsten Investoren an. Der Vertrag zwischen dem Museum und BP läuft noch bis zum Jahr 2017. Ebenfalls bis 2017 läuft auch der Sponsorenvertrag zwischen BP und der berühmten Tate Gallery. Doch das Netzwerk von vier Galerien wird den Vertrag im kommenden Jahr nicht verlängern. Die Bemühungen des Künstlerkollektivs „Liberate Tate“, das sich seit 2010 mit kreativem Ungehorsam in zahlreichen Performances gegen Kunstförderung durch den Ölkonzern einsetzt, mit Erfolg gekrönt. Anfang März gab die Tate Gallery bekannt, den Sponsorenvertrag mit BP im kommenden Jahr nicht zu verlängern.

Doch es gibt auch Stimmen, die alle Bedenken über Bord werfen, Umweltschutz Umweltschutz sein lassen wollen und dem Museum empfehlen das Geld zu nehmen. Tom Harris, früherer Abgeordneter der britischen Labour-Partei und Minister im Verkehrsministerium, sprach sich im Telegraph dafür aus, Gelder von BD anzunehmen, denn nur so könne der Museumsbetrieb wie bisher weitergeführt werden und dem kulturellen Bildungsauftrag nachgekommen werden, argumentierte er.

Die Demonstranten und Aktivisten gegen das Sponsoring von BP setzen viele Hoffnungen in den neuen Museumsdirektor Hartwisch Fischer, der nun gleich zu Beginn seiner Amtszeit weitreichende und schwierige Entscheidungen treffen muss. 

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Beirut - 18. September 2018. Unter der Schirmherrschaft des Kulturministers S. E. Dr. Ghattas Khoury wurde die BEIRUT ART WEEK ins...


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