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Top-News  |  19. April 2016

PANAMA-PAPERS

Briefkasten-Firmen als Verstecke von dubiosen Kunsthändlern

Wofür Briefkasten-Firmen in Steueroasen doch alles „gut“ sind? So kam bei der Auswertung der Panama-Papers heraus, dass damit Werke von Picasso, Degas und auch Modigliani versteckt wurden.  So galt das Bild „Sitzender Mann mit einem Stock“ des italienischen Malers Amedeo Modigliani (1884-1920) als Raubkunst und unauffindbar. Es  soll heute 25 Millionen Dollar wert sein.

Das Bild stammt aus der Sammlung eines jüdischen Kunstsammlers. Nach seiner Flucht aus Paris im Jahr 1939 fielen seine Werke in die Hände der Nazis. Direkt nach dem Krieg im Jahr 1946 versuchte der Kunstsammler vergeblich,  das Modigliani-Bild zurück zu bekommen. Als er zwei Jahre später starb, geriet es in Vergessenheit.  Ein Enkel wurde erst in den 90er Jahren wieder auf das Bild aufmerksam. Die Rückholung scheiterte aber, weil das Bild von einer Briefkastengesellschaft namens „International Art Center“ mit Sitz in Panama gehalten wurde. Verwalter war die Firma Mossack Fonseca, die Eigentümer blieben anonym.

Nun ist durch das Datenleck bei Mossack Fonseca und die Auswertung der Panama-Papers herausgekommen, dass die Briefkastenfirma „International Art Center“ und damit auch das Modigliani-Bild „Sitzender Mann mit einem Stock“ dem Libanesen Guiseppe Nahmad gehört. Die Unterlagen zeigen, dass die Briefkastenfirma von der Milliardenschweren Familie Nahmad schon vor mehr als 20 Jahren zusammen mit der Schweizer Großbank UBS gegründet wurde. Also doch! Vor Gerichten in den USA hatten mehrere Familienmitglieder abgestritten, dass ihnen das Bild gehöre. Denn dieser Verdacht war aufgekommen, als das Modigliani-Werk  in einer New Yorker Galerie der Nahmad-Familie auftauchte.

Das Strickmuster ist immer das Gleiche, auch bei Verkäufen von Werken von Picasso, Degas oder Matisse. Nach außen hin läuft der Kunsthandel über große Galerien in den USA oder Europa, intern über Briefkasten-Firmen in Steueroasen und anonyme Konten bei Großbanken. Familienpatriarch David Nahmad, geboren im Libanon, betreibt von Monaco aus auf diese Weise seit Jahrzehnten einen florierenden Kunsthandel. 

„Der sitzende Mann mit einem Stock“ befindet sich in Genf, im so genannten „Freeport“. Ein Lagerhaus, geschützt wie ein Hochsicherheitsgefängnis, das steuerlich wie eine Freihandelszone behandelt wird. Hier lagern die Nahmads angeblich allein 300 Picassos. Viele Hunderttausende Kunstwerke werden weltweit zollfrei und anonym in solchen Lagerhäusern „versteckt“. Oft ist ihre Herkunft zweifelhaft. Die Schweizer Staatsanwaltschaft hat das Modigliani-Bild vorsorglich beschlagnahmt, damit die Nahmad-Familie das Kunstwerk nicht außer Landes schaffen kann. Freiwillig wollen sie den „Modigliani“ nicht an die Nachfahren des jüdischen Kunstsammlers zurückgeben. Es fehle noch der Nachweis, dass dieses Bild im Jahr 1939 wirklich geraubt worden sei.

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