Eva Ziolkowski

Die Poesie des Körpers

Eva Ziolkowski wurde 1947 in Wien geboren, wo sie auch aufwuchs. Während des Studiums des Stoffmusterdesigns an der Höheren Bundeslehr- und Versuchsanstalt für Textilindustrie wuchs das Interesse an der Darstellung des weiblichen Körpers. Durch die angespannte Lage auf dem Markt der Textilindustrie war die Künstlerin zunächst als Einrichtungsberaterin tätig und setzte in ihrer Freizeit die künstlerische Arbeit fort. 

Durch einen befreundeten Künstler wandte sie sich daraufhin der Technik des Radierens zu. Von den frühen Siebziger Jahren in Wien geprägt, realisierte Eva Ziolkowski Werke im Stil der Wiener Schule des Phantastischen Realismus und erlangte Bekanntheit in Sammlerkreisen. 1971 begann ihre frei schaffende künstlerische Tätigkeit, die von zahlreichen Ausstellungen begleitet wurde. 1975 definierte die Künstlerin ihren Stil, indem sie die Entscheidung traf, sich auf weibliche Akte in natürlicher Pose zu fokussieren. Die erste Radierung aus dieser Zeit mit dem Titel "Freundinnen" wurde ein großer Erfolg und unterstützte die Wiedererkennbarkeit der künstlerischen Handschrift.

Durch neue Techniken wie Farbstift auf Aquarell verfeinerte Ziolkowski ihre Technik und schuf "Traumlandschaften", die einen Gegenpol zu den Figurendarstellungen boten. Ihre zwei Katzen inspirierten die Künstlerin zu Karikaturen, die sie auch in Form von Radierungen umsetzte.

Die Übersiedlung nach Deutschland 1980 führte zu einer Umorientierung und einer künstlerischen Pause. Die Rückkehr nach Österreich und in den Ruhestand ermöglichten Eva Ziolkowsi in jüngster Vergangenheit die erneute Zuwendung ihrer künstlerischen Tätigkeit.

Eva Ziolkowski will nicht provozieren oder reizen, sie will den Körper als klares Ausdrucksmittel benutzen. Ihr Ziel ist die Konfrontation mit dem Wesen und der ganzen Persönlichkeit der Frau, die so akzeptiert werden will, wie sie ist, ohne sich anzupassen, verändern oder verstellen zu müssen.So zeigt sie ihre Modelle in natürlicher Nacktheit, wie es beispielsweise unter Freundinnen möglich ist. Eine klare Linienführung unterstreicht die für sie typischen und vollkommen natürlichen Gesten und Haltungen.

Impressionen

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    "Begegnung", 1969. Radierung.
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    "Komödianten", 1972. Radierung.
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    "Schnecke", 1972. Radierung.
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    "Ad astra", 1973. Aquarell.
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    "Atlantis", 1973. Aquarell.
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    "Der letzte Krieger", 1973. Aquarell.
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    "Die Schwestern", 1973. Aquarell.
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    "Der blaue Vogel", 1974. Aquarell.
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    "Freundinnen", 1975. Aquarell und Buntstift.
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    "Kontraste", 1975. Aquarell und Buntstift.
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    "Baumgruppe", 1976. Aquarell und Buntstift.
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    "Im Sommerwind", 1976. Aquarell und Buntstift.
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    "Sommerbeginn", 1979. Aquarell und Buntstift.

INTERVIEW MIT DER KÜNSTLERIN

WAS INSPIRIERT SIE?
"Eine Situation, Farben, Formen, Figuren, Bewegung"

WIE GEHT KUNST?
" ..das muß jeder für sich selber herausfinden"

WIE WÄHLEN SIE IHRE MOTIVE AUS?
"Passend zu der Geschichte in meinem Kopf"

WER SIND FÜR SIE KÜNSTLERISCHE VORBILDER?
"Menschen, die eigenständig und unabhängig sein können."

WAS HAT SIE DAZU BEWOGEN KÜNSTLERIN ZU WERDEN?
"Das frage ich mich jeden Tag aufs neue und finde keine Antwort."

WAS MÖCHTEN SIE MIT IHRER KUNST ZUM AUSDRUCK BRINGEN ODER BEWEGEN?
"Frauen, selbstbewusst, frei von Zwängen"

WELCHE ERFAHRUNG WAR BESONDERS PRÄGEND FÜR IHREN KÜNSTLERISCHEN STIL?
"Die Zeit der “Wiener Secession” um 1900"

WAS ZEICHNET MODERNE KUNST IM GEGENSATZ ZU ZEITGENÖSSISCHER KUNST AUS?
"Unpersönlich, oft nur eine Form der Selbstdarstellung und steril"

WAS IST FÜR SIE GUTE KUNST?
"Arbeiten, bei denen nicht nur handwerkliches Können, sondern auch ein individueller, kreativer Schöpfungsvorgang zu erkennen ist."

WAS IST SCHLECHTE KUNST? GIBT ES SO ETWAS?
"Da sich bekanntlich über Geschmack  streiten lässt, finde ich es anmaßend über gut oder schlecht zu urteilen."

WO SEHEN SIE DIE GRENZEN DER MALEREI?
"Bei der digitalen Bildbearbeitung am PC"

WAS ERWARTEN SIE VON DEN BETRACHTERN IHRER WERKE?
"Interesse für mindestens eine Minute...."

GIBT ES EIN KUNSTWERK, DAS SIE BESONDERS BEEINDRUCKT HAT?
"Kann ich nicht aufzählen-sind zu viele, das würde Seiten füllen"

WELCHE BEZIEHUNG BESTEHT ZWISCHEN EINER KÜNSTLERIN UND DEREN GALERIE?
"E
ine Geschäftsbeziehung auf Vertrauensbasis"

 

 

 


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