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  |  21. Juni 2015

KUBAS GAUDI

Bildhauer, Maler und Keramik-Künstler José Fuster

José Fuster ist international bekannt für seine naiven Bilder. Weitaus weniger bekannt dürfte sein, dass er in Havanna ein ganzes Stadtviertel verschönert hat. Seit 1980 lebt José Fuster in Jaimanitas direkt am Meer. Ein Leben abseits des Meeres kann sich der 68-jährige auch gar nicht vorstellen. Er habe Salzwasser in seinen Venen, scherzt er gerne.  Sein damaliges Holzhaus ist heute nicht mehr wiederzuerkennen.  Eine große Steinvilla auf vier Etagen mit einem Swimming-Pool mittendrin. Die Hauswände,  Dächer, Sitzbänke und selbst das Schwimmbecken hat der quirlige Kubaner mit bunten Mosaiken gestaltet. Die verschiedenen Terrassen und Dächer schmücken Keramik-Skulpturen.  Dabei verwendet Fuster als Symbole vornehmlich Meerjungfrauen, Fische, Palmen, Hähne und Santería-Heiligenfiguren.

Doch nicht nur sein eigenes Haus hat Kubas Gaudi umgestaltet. Inzwischen sind mehr als 200 Hausfassaden in seiner Wohnsiedlungen mit bunten Kacheln und viel Farbe verziert.  Gaudi zu Ehren hat Fuster an einer Straßenecke von Jaimanitas eine breite Bank mit einer Krabbe gebaut. Auf gekachelten Buchstaben steht dort geschrieben: „Homenaje a Gaudi“, Hommage an Gaudi.  Jaimanitas, das auch „Fusterlandia“ genannt wird,  ist heute eine Touristen-Attraktion.  Kaum ein Tag vergeht, ohne dass ausländische Besucher durch  Fusters farbenfrohes Haus wandern. Als Andenken können die Touristen Keramiken,  Bilder, Bildbände, T-Shirts, Kalender oder Kunst-Postkarten kaufen. 

Aufgewachsen ist José Fuster in dem kleinen Fischerdorf Caibarién, an der Südküste Kubas.  Sein Vater war Tischler und dessen Bruder Fischer, mit dem er oft zum Fischen draußen war.  Das hat ihn früh geprägt. Schon als 14-jähriger arbeitete Fuster als Freiwilliger bei der Alphabetisierung der ärmeren Landbevölkerung mit. Die hatte Fidel Castro nach der kubanischen Revolution 1959 ins Leben gerufen. Von 1963 bis 1965 studierte er an der Kunsthochschule in Havanna. Stark inspiriert hat ihn als Künstler Antoni Gaudí. Auf einer Europareise besichtigte Fuster in Barcelona den Parque Güell seines großen Vorbildes Antoni Gaudí, der Pate stand für sein „Fusterlandia“ in Havanna.

Weltweit hat José Fuster in mehr als 100 Einzelausstellungen seine Bilder und Keramiken präsentiert,  2007 auch in Hamburg.  Ein großes Zukunftsprojekt schwebt ihm seit Jahren vor: Ein Kulturzentrum an der Uferpromenade Malécon in Havanna, das die Kachel in der kubanischen Kunst würdigt.

 

 

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