Das art-scene.tv Kunst Magazin

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Top-News
4. Januar 2020

Body Performance - Ausstellung der Helmut Newton Stiftung - Teil 2

Viviane Sassen begeistert seit Jahren die Modefotowelt. Auch sie arbeitet in erster Linie mit dem menschlichen Körper, etwa indem...


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Top-News
8. Oktober 2019

Affordable Art Fair Hamburg

Im Jahr 1999 war die Kunstwelt bestimmt von Expertenmessen, traditionellen Auktionshäusern und White Cube-Galerien. Wer Kunst...


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Top-News  |  31. Dezember 2019

Body Performance - Ausstellung der Helmut Newton Stiftung - Teil 1

Helmut Newton Ballet de Monte Carlo, 1992, © Helmut Newton Estate

Barbara Probst, Exposure #129, Munich, Nederlingerstraße 68, 2017, © Barbara Probst, VG Bild-Kunst, courtesy Galerie Kuckei + Kuckei

Erwin Wurm, One Minute Sculpture I, 1997, © Erwin Wurm, courtesy König Galerie

Bernd Uhlig, Sasha Waltz Dialoge 1/99, Sophiensäle Berlin 1999, © Bernd Uhlig

Yang Fudong New Women III, 2013, © Yang Fudong, courtesy Sammlung Wemhöner

Gruppenausstellung der Helmut Newton Stiftung: Body Performance

Mit Vanessa Beecroft, Yang Fudong, Inez & Vinoodh, Jürgen Klauke, Robert Longo, Robert Mapplethorpe, Helmut Newton, Barbara Probst, Viviane Sassen, Cindy Sherman, Bernd Uhlig und Erwin Wurm.

Laufzeit: 30. November 2019 – 10. Mai 2020

Performance ist eine eigenständige Kunstform, und die Fotografie ist ihr ständiger Begleiter. In dieser Gruppenausstellung werden erstmals Fotosequenzen vereint, deren Ursprung in Performances, in Tanz- und Bühnengeschehen liegt, ergänzt durch eine paraphrasierte Street Photography und konzeptionelle Bildserien. Stets steht der Mensch und sein Körper im Mittelpunkt, und der Fotograf oder die Fotografin hat die jeweilige Aktion dokumentiert oder interpretiert, häufig auch initiiert. Die enge Verbindung zwischen Performance, Happening und Aktionskunst mit der Fotografie besteht bereits seit vielen Jahrzehnten und reicht von den Dadaisten und Surrealisten über die Wiener Aktionisten bis zu den aktuellen Körperinszenierungen im öffentlichen Raum eines Spencer Tunick. Mit den Werken der dreizehn international renommierten Künstler*innen entsteht in den Ausstellungsräumen der Helmut Newton Stiftung eine multiple Bühne, auf der wir unterschiedlich agierende, fotografierte Menschen sehen, die in parallele, tagtraumartige Realitätsebenen zu rutschen scheinen.

Eine für das Werk von Helmut Newton relativ unbekannt gebliebene Serie, die seit den 1980er-Jahren in Monte Carlo entstand, sind die Aufnahmen des dortigen Balletts. Statt auf einer klassischen Bühne fotografierte er die Tänzer und Tänzerinnen auf den Straßen Monacos, den Treppenstufen hinter dem berühmten Casino, nahe einem Notausgang im Theatergebäude oder nackt bei sich zuhause.

Dieses begegnet uns ebenfalls bei Bernd Uhlig und seinen Interpretationen der Choreografien von Sasha Waltz, die er seit vielen Jahren begleitet. Für die Tanzfotografie ist die Figur-Raum-Komposition ein entscheidender formaler Aspekt, doch die Dokumentation des Bühnengeschehens bleibt stets auch Interpretation; im Fall von Bernd Uhlig und Sasha Waltz findet die visuelle Materialisierung einer genuin flüchtigen Kunstform eine geradezu kongeniale Verbindung. Mal zeigt er uns nahansichtige, gleichsam eingefrorene Gesten, mal das gesamte Bühnengeschehen im Sekundenbruchteil.

Die italienische Künstlerin Vanessa Beecroft stellt in ihren großangelegten Performances nackte oder bekleidete Frauen auf und aus, was einer Tanztheaterinszenierung nicht unähnlich ist. Dies geschieht meist in Galerien und Museen, und häufig sind es öffentliche Veranstaltungen. Die Frauen sitzen dort an langen Tischen oder bilden stehend eine Formation, sie bewegen sich während der stundenlangen Aktionen nur im Zeitlupen-Tempo, während Beecroft diese „bewegte Bewegungslosigkeit“ fotografisch dokumentiert.

Jürgen Klauke hat in seiner lebensgroßen „Viva España“-Serie (1976/1979) dagegen nur zwei Menschen interagieren lassen; einen Mann und eine Frau, die auf einer dunklen Bühne einen sonderbaren Tanz aufführen. Von beiden Protagonisten sehen wir nur die Körper: der Mann steht, die Frau wirbelt kopfüber gleichsam um ihn herum.

Erwin Wurm geht einen absurd-humoristischen Schritt weiter, wenn er Menschen um eine Miniperformance vor der Kamera bittet, die nur eine Minute dauert. Die Mitspieler verwandeln die Straße, Innenräume oder eine Erwin Wurm- Ausstellung mit entsprechenden interaktiven Objekten zu einer Bühne für die „One Minute Sculptures“. Es sind mal kuriose, mal alberne Verrenkungen und Verdrehungen, die Wurm sich für die Besucher ausdenkt, die für einen kurzen Zeitraum selbst zu einem Kunstwerk werden.

 

Fortsetzung folgt.

Standort:

Museum für Fotografie / Helmut-Newton-Stiftung

Jebensstraße 2
10623 Berlin

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