20. Mai - 27. August 2017 Kunsthalle zu Kiel

ANITA ALBUS

Anita Albus, Der rote Brüllaffe – Alouatta seniculus, 1987, Aquarell und deckweiß auf Papier, 22 × 11,9 cm, Kunsthalle zu Kiel, Dauerleihgabe der Karl-Walter Breitling und Charlotte Breitling-Stiftung, Foto: Sönke Ehlert © Anita Albus/Karl-Walter Breitling und Charlotte Breitling-Stiftung
Anita Albus, Kardinalslobelie – Lobelia fulgens Wild., 1985–1987, Aquarell und deckweiß auf Papier, 46,3 × 31,4 cm, Kunsthalle zu Kiel, Dauerleihgabe der Karl-Walter Breitling und Charlotte Breitling-Stiftung, Foto: Sönke Ehlert © Anita Albus/Karl-Walter Breitling und Charlotte Breitling-Stiftung
Anita Albus, Wachtelkönig, 1997/1998, Öl auf Pergament, auf kaschierter Sperrholzplatte aufgebracht, 17,5 × 11 cm, Kunsthalle zu Kiel, Dauerleihgabe der Karl-Walter Breitling und Charlotte Breitling-Stiftung, Foto: Sönke Ehlert © Anita Albus/Karl-Walter Breitling und Charlotte Breitling-Stiftung

Die Kunst zu sehen

Die Kunsthalle zu Kiel zeigt bis zum 27. August 2017 mit "Anita Albus. Die Kunst zu sehen" eine Einzelausstellung der in München und im Burgund lebenden Künstlerin, Forscherin und Schriftstellerin.

Die Ausstellung feiert im Jahr des 75. Geburtstages von Anita Albus den Erwerb von 63 Werken, den die Karl-Walter Breitling und Charlotte Breitling-Stiftung 2016 zum dauerhaften Verbleib in der Kunsthalle zu Kiel getätigt hat.

Anita Albus knüpft bewusst an eine vormoderne Tradition der Künste, Literatur und Wissenschaft an und schafft einzigartige Werke von meisterhafter Präzision.

Die augentäuschende Wirkung der kleinformatigen Originale ist das Ergebnis ihrer enorm genauen und zeitaufwändigen Technik; oft entstehen ihre Bilder in monate- zum Teil jahrelangen Prozessen. Zur großen Bandbreite ihrer Themen gehört die vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenwelt sowie das Genre des Kinderbuchs.

Ihre künstlerischen Werke entstehen häufig in enger Beziehung mit dem eigenen schriftstellerischen Schaffen ("Das botanische Schauspiel. Vierundzwanzig Blumen nach dem Leben gemalt und beschrieben", 2007, "Von seltenen Vögeln", 2005) oder nehmen Schriften anderer Autorinnen und Autoren auf ("Die eifersüchtige Töpferin",1987; "Eia popeia", 1978/87).

Handwerkliche Sorgfalt, die eigenständige Herstellung der Farben und eine ausgefeilte Maltechnik haben im Werk von Anita Albus einen zentralen Stellenwert. Damit knüpft sie an ein Kunstverständnis an, das die Qualität des Werkes auch am kunsthandwerklichen Können, an der Präzision und der Qualität der Ausführung bemisst.

Die Wiederbelebung eines verloren gegangenen Kunstwissens ist fester Bestandteil ihrer künstlerischen Praxis. Die niederländische Malerei – Miniaturen und Stillleben beispielsweise von Jan van Eyck und Rogier van der Weyden – hat Anita Albus umfassend studiert und dazu kenntnisreich publiziert.

Die Kunsthalle zu Kiel würdigt mit diesem großen Konvolut kleiner Arbeiten von überaus feinteiliger Schönheit Anita Albus’ Bedeutung im Spektrum der Gegenwartskunst.

Die sinnliche Annäherung an Themen wie der Botanik sowie der Vogel- und Insektenkunde ist Bedingung einer von Anita Albus geleisteten künstlerischen Erinnerungsarbeit. Diese Erinnerungsarbeit zeichnet sich durch eine umfassende Beschäftigung mit literarischen, philosophischen und mythologischen Themen aus.

Die Ausstellung "Anita Albus. Die Kunst zu sehen" in der Kunsthalle zu Kiel ist die erste Einzelausstellung in einem Kunstmuseum seit 1980 und würdigt das Werk von Anita Albus als eine solitäre Position in der Gegenwartskunst.

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