03. März - 04. Mai 2018 Kunsthaus Stade

ERNST OPPLER

Ernst Oppler, Anna Pawlowa in Sterbender Schwan, 1917 © Deutsches Tanzarchiv Köln
Ernst Oppler, Illustration für Einladung Secessionsball, 1926 © Deutsches Tanzarchiv Köln
Ernst Oppler, Les Sylphides (Hinter den Kulissen), um 1915 © Deutsches Tanzarchiv Köln
Ernst Oppler, W. Nijinsky als maskierter Harlekin in Le Carnaval, um 1922 © Deutsches Tanzarchiv Köln

Berliner Secession und Russisches Ballett

Die Grafiken und Gemälde Ernst Opplers sind eine wichtige Entdeckung in der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts. Neben Porträts und Interieurs bildete der Impressionist das gesellschaftliche Leben seiner Zeit ab und war als Künstler und Kunstsammler eng mit diesen Kreisen verwoben. Über die Freiluftmalerei hin zu Sportszenen oder Beobachtungen des Kriegsalltags findet sich eine große motivische Vielfalt in Opplers Arbeiten wieder.

Erstmals in Norddeutschland präsentiert das Kunsthaus Stade eine umfassende Ausstellung seiner Zeichnungen und Gemälde zum Thema Tanz. Mehr als 160 Werke Opplers werden ausgestellt, darunter Zeichnungen, Druckgrafik und Gemälde.

Eine exklusive Aufführung des Russischen Balletts vor den Mitgliedern der Berliner Secession am 5. Mai 1909 in Berlin, löste große Begeisterung in Ernst Oppler aus: Er wurde überzeugter Ballettliebhaber und -maler.

Er stellte die Tänzerinnen und Tänzer nicht wie andere Maler pausierend („au repos“) oder im Atelier posierend dar, sondern bei Proben und Aufführungen auf der Bühne, also während des Tanzens. Hierfür erfand er eigens einen beleuchteten Stift, der ihm das Arbeiten im dunklen Zuschauerraum ermöglichte. Besonders diese Skizzen zeigen Ballett und Tanz in der Authentizität der Bewegung.

Ernst Opplers besonderes Augenmerk auf Anna Pawlowa ist in seinem Werk nicht zu übersehen: Keine andere Tänzerin hat ihn mehr zu Studien, Radierungen und Gemälden angeregt. Seit ihrem Berliner Auftritt 1909 hat er sie immer wieder tanzend skizziert und unzählige Porträts von ihr geschaffen.

Insbesondere ihr berühmtester Solotanz, der Sterbende Schwan, ist in einer Vielzahl von Werken verewigt. Unter den männlichen Tänzern der Ballets Russes faszinierten Ernst Oppler vor allem Adolph Bolm und Waslaw Nijinsky. Nijinskys Sprungkraft und Technik machten ihn zum unbestrittenen männlichen Star der Kompanie. Ernst Oppler skizzierte, zeichnete und radierte ihn immer wieder.

In Berlin war Oppler 1898 mit Max Liebermann unter den ersten Mitgliedern der Berliner Secession. Sie setzte sich erfolgreich für die modernen Kunstströmungen wie den französischen Impressionismus ein.

Die Ausstellung des Deutschen Tanzarchivs Köln und der SK Stiftung Kultur findet im Kunsthaus Stade vom 3. März bis zum 1. Mai, 2018 statt.

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