17. Juni - 08. Oktober 2017 Tate Modern

FAHRELNISSA ZEID RETROSPEKTIVE

Fahrelnissa Zeid (1901–1991), Resolved Problems, 1948, Oil paint on canvas, 130 x 97 cm, Istanbul Museum of Modern Art Collection, Eczacibasi Group Donation, Fahrelnissa Zeid (1901–1991), Triton Octopus, 1953, Oil paint on canvas
181 x 270 cm, Istanbul Museum of Modern Art Collection, Eczacibasi Group Donation, © Raad Zeid Al-Hussein © Istanbul Museum of Modern Art
Fahrelnissa Zeid (1901–1991), Fight against Abstraction, 1947, Oil paint on canvas, 101 x 151 cm, Istanbul Modern Collection/ Eczacibasi Group Donation, © Raad Zeid Al-Hussein © Istanbul Museum of Modern Art

Abstrakte Kunst auf Hühnerknochen

Sie war die Pionierin der türkischen Moderne und war studierte als eine der ersten Frauen in der Türkei an einer Kunsthochschule: Prinzessin Fahrelnissa Zeid, Spross einer prominenten osmanischen Familie, gilt bis heute als eine der einflussreichsten türkischen Avant-Garde-Künstlerinnen. Im Laufe ihrer langen Schaffenszeit erperimentierte sie mit verschiedensten Techniken und prägte ihren ganz eigenen abstrakten Stil.

In den 1950er Jahren studierte sie am renommierten École de Paris und in Istanbul, wo sie sich stets in hohen Künstlerkreisen bewegte. In ihren bunten, kaleidoskopartigen Gemälden vermischte Fahrelnissa Zeid islamische, byzantinische, arabische und persische Elemente mit europäischen Stilmitteln der Abstraktion und stand damit für eine künstlerische Annäherung der Kulturen.

In den 1950er Jahren avancierte Zeid zur gefeierten Künstlerin, ihre Gemälde wurden weltweit ausgestellt, während sie selbst zwischen London und Paris pendelte. In dieser Zeit entwickelte sie experimentelle Techniken und bemalte beispielsweise Truthahn- und Hühnerknochen, die sie anschließend in Kunstharzpaneele goss.

In ihren letzten Lebensjahren wendete sie sich überraschend von der abstrakten Malerei ab und fertigte Porträtzeichnungen von Freunden und Familienmitgliedern an. Im Laufe ihres Lebens wurden ihre Werke in fast 50 Ausstellungen in Europa, den USA und dem Nahen Osten gezeigt. Nach dem Tod ihres Ehemannes 1970 zog sie nach Amman, Jordanien, wo sie die Kunstakademie Royal National Jordanian Institute Fahrelnissa Zeid of Fine Arts gründete. Im Jahr 1991 verstarb sie im Alter von 90 Jahren.

Das Tate Modern widmet dieser einzigartigen Künstlerin und ihrer außergewöhnlichen Lebensgeschichte nun eine ganze Ausstellung. "Fahrelnissa Zeid" ist die erste Retrospektive, die sich Zeids Oevre annimmt, sie ist noch bis zum 8. Oktober 2017 zu sehen.

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