03. Juni - 30. September 2017 la Gacilly

FESTIVAL LA GACILLY PHOTO

A. Jeux de miroir en studio. © Omar Victor Diop / Magnin
Le Studio des icônes. © Seydou Keïta / SKPEAC
Sai Mado The Distant Gaze. © Aïda Muluneh
Le cadavre d’un gorille mâle est transporté par un groupe de rangers congolais. Cette image a été récompensée d’un World Press Photo en 2008. © Brent Stirton / Verbatim
Rupee, capucin à face blanche. Série Plus qu’humain. © Tim Flach

Afrika kommt nach La Gacilly

Westliche Fotografie repräsentiert oftmals das subsaharische Afrika als Kontinent des Unglücks, der Bürgerkriege, der Hungersnöte und der Unterernährung sowie der Krankheiten, die ganze Bevölkerungsgruppen dezimieren. Im Gegensatz dazu, wenngleich gleichermaßen klischeebehaftet, betont sie auch das uralte Afrika der märchenhaften Bildbände, solche, die von der unendlichen landschaftlichen Weite, der Ethnien und der wilden Tierwelt sprechen.

Afrikanische Fotografen zeigen eine andere Realität und genau diese will das Festival la Gacilly Photo seinem Publikum näher bringen. Mit ihrer fotographischen Kunst enthüllen die afrikanischen Fotografen ihre persönliche Wahrnehmung der Welt und die Art und Weise, wie sie sich ihr zugehörig fühlen.

Weit entfernt vom Klischee der Exotik und westlicher Prahlerei, zeigen diese Künstler strahlende Gesichter, Poesie und Momentaufnahmen, die das Straßenleben Afrikas nachzeichnen. Abseits der konventionellen Kunst, sind sie bestrebt, ein klares Bild des Schicksals ihrer Völker darzulegen; sie sind die Wegbereiter der neuen Fotografie, die das Interesse der Kunstmärkte, Galeriebesitzer, Kunstsammler und Förderer auf sich zieht.

Jedoch bleibt die Tatsache, dass sich die breite Öffentlichkeit der aus dem subsaharischen Afrika stammenden Kunst bisher nie bewusst gewesen war. Schließlich handelt es sich bei dieser um eine sich entwickelnde Kunstform, die inmitten der Entkolonialisierung entstand und deren Ressourcen nur geringfügig sind.

Die afrikanische Fotografie tut demnach schwer daran, sich über die Grenzen hinaus zu etablieren. Aus diesem Grund ist es wichtig von der afrikanischen Fotografie zu sprechen, die so viele Talente und Ausdrucksformen hervorbringt.

im Jahr 1991 entdeckte der Fotograf Françoise Huguier Seydou Keïta. Zu dieser Zeit war die afrikanische Fotografie über die Grenzen Afrikas hinaus noch unbekannt gewesen. Im Jahr 1994 widmete ihm die Stiftung Cartier Foundation for Contemporary Art eine Retrospektive.

Zudem war der Künstler Ehrengast der ersten „Rencontres de Bamako“ Biennale für afrikanische Fotografie. In der Folge war er der erste Afrikaner, deren Werke Teil der Photo Poche Collection 1995 waren, bevor sie im Guggenheim Museum in New York ausgestellt wurden.

Wie Keïta, der heute als der “Vater der afrikanischen Fotografie” bekannt ist, machten sich auch andere Porträtfotografen einen Namen: der Malier Malick Sidibé, der Senegalsese Mama Casset, Oumar Ly und seit kurzem auch Omar Victor Diop der spielerisch Farben neu erfindet.

Die 14. Ausgabe des La Gacilly Festivals beleuchtet die afrikanische Fotografie. Durch die Vielfalt und Kreativität, die in dieser Kunstform steckt und durch das Erfassen eines aufstrebenden Kontinents aus der Sicht der Fotografen öffnet sich eine ganz neue Welt, die die Menschen in ihren Bann zieht und dazu anregt, sie zu bewahren und zu schützen.

Das Festival findet vom 3.Juni bis zum 30. September 2017 in der französischen Gemeinde la Gacilly statt und beleuchtet zwei zentrale Themen: Die afrikanische Fotografie und die Beziehung zwischen Mensch und Tier.

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