31. Mai - 24. September 2017 MMK, Frankfurt am Main

KINETIC PAINTING

Carolee Schneemann: Meat Joy, 1964, Courtesy Carolee Schneemann, P.P.O.W Gallery, New York, Hales Gallery, London, Galerie Lelong, Paris and VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Foreground: Carolee Schneemann: Music Box Music, 1965, exhibition view MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main, Courtesy Carolee Schneemann, P.P.O.W Gallery, New York, Hales Gallery, London, Galerie Lelong, Paris and VG Bild-Kunst, Bonn 2017, photo: Axel Schneider
Carolee Schneemann: Eye Body: 36 Transformative Actions for Camera, 1963, Courtesy Carolee Schneemann, P.P.O.W Gallery, New York, Hales Gallery, London, Galerie Lelong, Paris and VG Bild-Kunst, Bonn 2017, photo: Axel Schneider

Carolee Schneemann - Pionierin der Performance-Kunst

Als Pionierin der Performance-Kunst ist Carolee Schneemann (* 1939), die in diesem Jahr auf der Biennale von Venedig mit dem Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurde, in die Geschichte der Kunst eingegangen. Ihre Arbeiten über Geschlechterrollen, Sexualität und die Verwendung des Körpers in der Kunst sind von wegweisendem Einfluss auf nachfolgende Künstlergenerationen.

Das MMK präsentiert in einer Ausstellung Schneemanns berühmte Arbeiten und Performances zusammen mit selten gezeigten Werken und rückt damit neue Facetten ihres künstlerischen Wirkens in den Fokus. Ausgehend von Schneemanns früher Landschafts- und Porträtmalerei aus der Mitte der 1950er-Jahre, die sich zu objekthaften "Gemälde-Konstruktionen" entwickelt, wird die Rolle von Malerei in Verbindung mit ihren Performances, Choreografien und experimentellen Filmarbeiten untersucht.

Schneemann begann früh, ihre Gemälde mit einfachen Mechanismen in Bewegung zu setzen – eine kinetische Malerei zu forcieren – und Fotografien und Gegenstände aus ihrem Alltag in Arbeiten zu integrieren, für die sie den Begriff "Painting Constructions" prägte. 1961 zog die Künstlerin nach New York und wurde dort Teil der avantgardistischen Entwicklungen der Downtown-Kunstszene in Film, Tanz, Happening und Event.

Der Wunsch, die Malerei über die Leinwand hinauszutragen und zugleich Schöpferin und Darstellerin ihrer Bilder zu sein, führte zu einer hybriden Form von Performance und Fotografie, in der sie ihren Körper maßgeblich einbrachte. Die Auseinandersetzung mit dem weiblichen Körper im historischen und gesellschaftlichen Kontext sowie mit Lust und Erotik zeigt sich in zahlreichen Arbeiten der Künstlerin.

Die Ausstellung wurde kuratiert von Sabine Breitwieser, Direktorin des Museum der Moderne Salzburg, in Kooperation mit dem MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main und geht im Anschluss an das MoMA PS1 in New York (ab 22. Oktober 2017).

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