28. März - 23. Juli 2017 Galerie Jardin

PICASSO PRIMITIF

Anthropomorphic sculpture to be planted in the ground Kanak. New Caledonia. Coated wood. 72.5 x 12.7 x 10.2 cm. © musée du quai Branly - Jacques Chirac. photo Claude Germain
Pablo PICASSO, Petit Nu de dos aux bras levés [Small Nude with Raised Arms. from the Rear] (study for les Demoiselles d'Avignon), May 1907. Oil on wood, 19.1 x 11.5 cm. © Photo RMNGP (musée national Picasso) / Paris Franck Raux. © Succession Picasso 2017
Statuette of a reliquary guardian, Fang, Africa, 19th century. Wood, 48 x 5.9 x 14.5 cm. © musée du quai Branly- Jacques Chirac, photo Patrick Gries
Pablo PICASSO. Nu debout de profil (Standing Nude in Profile]. 1908. Gouache and pastel highlights on paper, 62.5 x 48 cm. © Photo : RMN-GP (musée national Picasso-Paris) / Thierry Le Mage. © Succession Picasso 2017

Einflüsse nicht-westlicher Kunst in Picassos Werken

Die Frühlingsausstellung "Picasso Primitif" ermöglicht in Zusammenarbeit mit dem Musée National Picasso in Paris einen einmaligen Blickwinkel auf die Beziehung zwischen dem spanischen Maler und der afrikanischen, ozeanischen, amerikanischen und asiatischen Kunst. Die Ausstellung ist bis zum 23. Juli in der Galerie Jardin zu sehen.

Das Konzept wurde vom Direktor des Landesamtes für Denkmalpflege und Kunstsammlungen und Spezialisten für primitive Kunst Yves Le Flur entwickelt und gewährt völlig neue Einblicke in Picassos Arbeiten.

Der erste Ausstellungsbereich zeigt eine chronologische Übersicht über Picassos Leben. Präsentiert wird ein riesiges Spektrum an Dokumenten, Briefen und Fotografien, aber auch Gemälde und Kunstobjekte des Malers auf.

Diese Sammlung fasst präzise den außereuropäischen Einfluss auf Picassos Kunst zusammen und zeigt seine große Faszination für die "primitive Kunst". In der umfangreiches Zusammenschau geht das Museum den zentralen Fragen zu Picassos Kontakt mit der sogenannten "primitiven Kunst" nach.

Was haben die "primitiven" Künstler mit Picasso gemeinsam? Wie ähnlich sind sie sich in ihrer künstlerischen Schaffensweise? Die Ausstellung geht diesen Frage aus einer neuen und originellen Perspektive heraus auf den Grund. 

Im zweiten Ausstellungsbereich werden den Arbeiten des Malers die zu Picassos Lebzeiten als "primitive Kunst" geltenden Werke nicht-westlicher Künstler gegenübergestellt.

In den drei Themengebieten "Archetypes", "Metamorphosis" und "ID" werden seine künstlerische Ansätze mit denen nicht-westlicher Künstler verglichen. Dabei zeigt sich deutlich, wie die darin enthaltenen Elemente Picasso als Inspiration dienten und seine Werke beeinflussten.

Der Fokus liegt dabei weniger auf dem symbolischen Charakter der Werke, sondern vielmehr auf der ungeheuren Kraft, die von ihnen ausgeht. Ein wiederkehrendes Motiv ist der menschliche Körper, der in ursprünglicher und einfacher Form abgebildet wird. Der zweite Teil der Ausstellung beruht daher mehr auf der Anthropologie der Kunst, als auf der Beobachtung ästhetischer Beziehungen.

Nicht-westliche Kunst ist in Europa bereits mehr als hundert Jahre präsent. Das Musée du Quai Branly trägt zu ihrer Legitimierung auf seine eigene Art und Weise bei und ermöglicht Besuchern, auf einer einzigartigen Reise in die Fußstapfen eines Künstlers zu treten, der einen wesentlichen Impuls für die Entwicklung nicht-westlicher Kunst außerhalb ihrer traditionellen Einflusssphären gab.

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