25. Mai - 30. Juli 2017 NRW Forum

UNREAL

Unreal © NRW-Forum Düsseldof
© Akihiko Taniguchi
Giulia Bowinkel & Friedemann Banz: VR 01
Tabita Rezaire: Premium Connect (Real deal), 2016, Commissioned by Impakt, Utrecht, Netherlands
Tabita Rezaire: Premium Connect (Real deal), 2016, Commissioned by Impakt, Utrecht, Netherlands

Virtuelle Ausstellung in Düssedorf

Virtual Reality ist eins der großen Themen 2017 – für die Wirtschaft, Unterhaltungsindustrie und Kunst. Als eines der ersten Ausstellungshäuser weltweit weihte das NRW-Forum Düsseldorf am 25. Mai 2017 mit der Ausstellung "Unreal" einen permanenten, virtuellen Erweiterungsbau ein, in dem künftig rein virtuelle Gruppen- und Einzelausstellungen präsentiert werden.  

Im NRW-Forum Düsseldorf entsteht jetzt erstmals ein rein virtueller Ausstellungsraum, die Debütausstellung "Unreal" dreht sich um erkenntnistheoretische Fragen: Wie ist die Wirklichkeit strukturiert? Kann man überhaupt noch zwischen einer simulierten und authentischen Welt unterscheiden? Wie intelligent sind künstliche Systeme bereits? Wird die virtuelle Realität den menschlichen Körper irgendwann überflüssig machen?

Die internationale Gruppenausstellung präsentiert unter anderem Arbeiten von Akihiko Taniguchi, Giulia Bowinkel & Friedemann Banz, Manuel Roßner, Tabita Rezaire und Theo Triantafyllidis. "Unreal" wird kuratiert von Alain Bieber, Künstlerischer Direktor des NRW-Forum Düsseldorf, und dem Netzkünstler, Programmierer und Gründer der virtuellen Galerie Float, Manuel Roßner, der auch die Architektur des virtuellen Raumes entwirft.

Akihiko Taniguchi, Künstler, Programmierer und Dozent an der Kunsthochschule Tama in Tokio, entwickelt detaillierte 3-D-Modelle alltäglicher Räume. Die Arbeit des 31-jährigen, in Japan lebenden Künstlers erlangte internationale Aufmerksamkeit als er 2014 ein Musikvideo für den digitalen Musiker Holly Herndon produzierte.

Die Düsseldorfer Künstler Giulia Bowinkel & Friedemann Banz, Absolventen der Kunstakademie Düsseldorf, beschäftigen sich mit der Materialität des Digitalen und dessen Übergängen zur physischen Umwelt. Ihre Arbeiten reflektieren das Verhältnis digitaler Techniken zum menschlichen Körper und zu traditionellen Modi des künstlerischen Schaffens. 

Die in Frankreich geborene, guyanisch-dänische Künstlerin Tabita Rezaire bezeichnet sich selbst auch als Heilpraktikerin und intersektionale Predigerin. Ihre künstlerische Praxis versteht sie als "digital healing activism", mit der sie rassistische, koloniale, patriarchale und heteronormative Weltsichten unterwandert. Die Arbeit "Premium Connect" hinterfragt die Trennung von Organismus, Geist und Technik und erkundet die Möglichkeiten dekolonialistischer Technologien.

Der in den USA lebende griechische Künstler Theo Triantafyllidis verbindet virtuelle Welten mit Popkultur: Seine Skulpturen und Videoarbeiten erschaffen bunte virtuelle Welten und parodieren die internationale Konsumkultur.      Manuel Roßner untersucht Begriffe von Raum und Simulation und beschäftigt sich mit der Frage, wie das Denken und soziale Beziehungen durch technologische Entwicklungen, Netzwerke und Rechnerleistungen verändert und hervorgebracht werden.

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