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  |  11. Juni 2015

KUNST IN KUBA

Künstler zwischen Anpassung und Exil

Eines muss man Fidel Castro zu Gute halten.  Anders als in der Sowjetunion und in den Ostblock-Ländern hat  Kuba seinen Künstlern keinen „sozialistischen Realismus“ verordnet. „Unsere Feinde sind Kapitalismus und Imperialismus, nicht abstrakte Malerei!“ hatte der Máximo Líder (Größter Führer) bereits 1963 erklärt.

Trotzdem sind die vielen kleinen Galerien in Havanna heute voll mit kitschig-bunten Gemälden.  Alte Chevrolets,  junge Frauen und  Zigarre rauchende Che Guevaras zielen auf den Massengeschmack ausländischer Touristen und ihre harte Währung.  Diese Massenware sichert das Überleben vieler Künstler und Galeriebesitzer. Private Galerien erhalten seit ein paar Jahren eine staatliche Zulassung.  Galeristen und Künstler bieten ihre Bilder in Havanna auch im Freien an, entlang der Trampelpfade der Touristen.  Erste, zaghafte Schritte Richtung Marktwirtschaft auch in der Kunst. Ramón Pérez Pereira hat am Wochenende seinen Stand am Paseo del Prado, der Flaniermeile Havannas vom Malécon am Meer hoch zum Capitolio.  Das Papier für seine Siebdrucke mit klassisch-kubanischen Motiven wie alte Revolutionshelden oder koloniale Prachtfassaden stellt Pereira aus alten Telefonbüchern her. Alles in Handarbeit.

Die meisten kubanischen Künstler leben jedoch inzwischen im Exil  -  in Miami, New York, Mexiko, Madrid oder Paris. Einer der bekanntesten ist Flavio Garcíandía, der 1980 den Mut hatte, zusammen mit jungen Mitstreitern die legendäre Ausstellung  „Volumen Uno“ in Havanna zu veranstalten. Ein Bruch mit der ritualisierten Revolutionskunst,  in den 60ern und 70ern gefördert und protegiert von der staatlichen Führung und der kommunistischen Partei. Mit diesem Umbruch in Kubas Kunstszene avancierten die Künstler von „Volumen Uno“ in den 80ern zu Vorreitern für etwas mehr Freiheiten.

Eine der größten privaten Sammlungen vorrevolutionärer Kunst ist nicht in Havanna sondern in Miami zu Hause. Der kubanische Kunsthändler Roberto Ramos, dem vor 20 Jahren mit einem Boot und Kunstwerken im Gepäck eine glückliche Flucht nach Florida gelang, baute diese Sammlung auf. „Imperialistische“  Malerei, die Fidel Castro aus den Museen verbannte. Über Mittelsmänner hat Ramos von Miami aus größere Sammlungen in Havanna erworben und sogar Bilder in Nordamerika und Europa aufgespürt, die Touristen gekauft hatten. Der Markt für kubanische Kunst boomt in den USA. Allein die Aussicht auf eine politische Öffnung Kubas treibt die Preise in die Höhe.

Der Sozialismus in Kuba konnte sich bis heute nicht mit der Freiheit der Kunst anfreunden. Künstler in Kuba stehen weiterhin vor der Wahl, in welchem Maß sie sich in ihrer Kunst anpassen müssen. Für viele blieb am Ende nur das Exil. Über zeitgenössische kubanische Künstler,  die auf der Karibik-Insel eine nationale Rolle spielen, handelt unsere Kuba-Serie.  Den Anfang macht der international anerkannte Bildhauer und Maler Kcho, der mitten in Havanna lebt.

 


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