Das art-scene.tv Kunst Magazin

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  |  14. Juni 2015

FREUND FIDEL CASTROS

Maler, Bildhauer und Installationskünstler Kcho

Alexis Leyva Machado, genannt Kcho, ist einer der wichtigsten zeitgenössischen Künstler Kubas. Der 44-jährige lebt in Havanna und ist im Gegensatz zu den allermeisten kubanischen Künstlern finanziell unabhängig.  Kunstsammler aus aller Welt kaufen seine Skulpturen und Plastiken und seine Werke hängen sogar im MoMA in New York.  1996 war er dort mit 25 Jahren der jüngste lateinamerikanische Künstler mit einer permanenten Kollektion. Kcho setzt sich in seiner Kunst seit zwei Jahrzehnten mit der Flucht der Kubaner übers Meer nach Florida auseinander.

Ein Auslöser war der 5. August 1994, als sich in Havanna tausende Menschen versammelten, um nach dem Zerfall des Ostblocks gegen die schwierigen Lebensumstände auf der Karibikinsel zu protestieren. Der erste größere Volksaufstand auf Kuba seit dem Sieg der Revolution im Jahre 1959. Infolge dieses Ereignisses gelang Tausenden Kubanern zwar die Flucht vor dem kommunistischen Regime.  Aber viele kamen dabei auch ums Leben oder wurden von der US-Küstenwache zurückgeschickt. Die „Nasse-Füße-Trockene-Füße-Politik“ (Wet feet, dry feet policy) erlaubt nur denjenigen Kubanern, in den USA zu bleiben, die es trockenen Fußes (dry feet) auf US-amerikanischen Boden schaffen.

Kchos Werk greift immer wieder Transportmittel auf, mit denen Kubaner versuchen, den 170 Kilometer kurzen Meerweg nach Florida zu überwinden. 1995 gewann er den Preis der Biennale von Kwangju in Südkorea mit einem Turm aus halb verrotteten Booten (Para olvidar el miedo). Damals sein internationaler Durchbruch! 2012 auf der letzten Biennale von Havanna provozierte seine haushohe Skulptur kritische Fragen: Ein Floß aus Rudern, die ineinander griffen und dabei in verschiedene Richtungen zeigten – ein chaotisches Gebilde, das doch tragfähig wirkte. Die Vision von einer Gesellschaft, die viele Strömungen zulässt? Sein Kühlschrank mit angehefteten Ruderblättern wie ein gespickter Rehrücken symbolisiert die gefährliche Flucht übers Meer, verbunden mit dem Traum von mehr Wohlstand. 

Anfang des Jahres hat Kcho in Havannas Stadtteil Romerillo eine private Kunsthalle eröffnet mit dem Namen „The Ship“, ein neuer Raum für zeitgenössische Kunst in Kuba.  Sein „Laboratorio para el Arte“ besteht aus zwei Galerien, einer Bücherei,  einem Theater und Werkräumen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Neben eigenen Kunstwerken präsentiert Kcho gerade eine Ausstellung über Wifredo Lam, wohl der bekannteste Künstler Kubas.

Kcho hat als Kubaner das Kunststück fertiggebracht, sich gleichzeitig ein weltweites Renommée und den Ruf „Lieblingskünstler Fidel Castros“  zu erwerben.  Der 45-jährige lässt kaum ein Interview aus, ohne zu betonen:  „ Ich bin stolz darauf, dass Fidel mich seinen Bruder nennt.“  Seine kubanischen Künstler-Kollegen rät er, den Sozialismus in Kuba zu stärken.  Widersprüche vereint Kcho nicht nur in seiner Kunst, sondern auch in seinem Leben.

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