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Featured Event  |  12. Dezember 2019

Larissa Sansour in Kopenhagen

Larissa Sansour &Søren Lind. Production still from In Vitro (2019). Courtesy of the artist. Photographer Lenka Rayn H

Larissa Sansour & Søren Lind. Production still from In Vitro (2019). Courtesy of the artist.

Larissa Sansour & Søren Lind. Production still from In Vitro (2019). Courtesy of the artist. Photographer Søren Lind

Larissa Sansour & Søren Lind. Production still from In Vitro (2019). Courtesy of the artist. Photographer Søren Lind

Larissa Sansour. Photographer Lenka Rayn H

Die dänisch-palästinensische Künstlerin Larissa Sansour regt mit ihren Science-Fiction-Arbeiten zur Auseinandersetzung mit Geschichte, Erinnerung und Identität nach einer Klimakatastrophe an. Die Ausstellung Heirloom - der dänische Beitrag zur diesjährigen renommierten Biennale in Venedig - kann nun erstmals im Copenhagen Contemporary (CC) zusammen mit anderen Werken, die Sansours Universum weiterentwickeln, vor einem dänischen Publikum gezeigt werden.

Die Ausstellung Heirloom präsentiert Larissa Sansour's suggestiven dunklen Science-Fiction-Film In Vitro und die Großskulptur Monument for Lost Time. Beide Werke entstanden in Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller und Künstler Søren Lind, der 2019 im dänischen Pavillon der Biennale in Venedig erstmals gezeigt wurde. Die komplette Installation aus Venedig wurde nun speziell für die Halle 3 im CC angepasst. Darüber hinaus wird die Werktrilogie A Space Exodus (2009), Nation Estate (2012) und In the Future They Ate from the Finest Porcelain (2016) gezeigt. Im Zusammenspiel porträtieren die Werke eine düstere Zukunft als Folge aktueller Probleme.

In Vitro spielt in Bethlehem in einer nicht allzu fernen Zukunft. Eine große Katastrophe hat die Stadtbewohner gezwungen, Schutz in unterirdischen Bunkern zu suchen. In einem dieser Bunker treffen wir auf die beiden Protagonisten des Werks, die junge Alia und ihre alternde Lehrerin Dunia, gespielt von den internationalen palästinensischen Filmstars Hiam Abbass und Maisa Abd Elhadi.

Hier versuchen sie, zusammen mit anderen Wissenschaftlern, Pflanzen zu rekultivieren, in der Hoffnung, eines Tages Felder neu bepflanzen zu können, wenn normale Bedingungen wiederhergestellt sein sollten. Während Dunia und die ältere Generation das Leben unter der Erde als vorübergehendes Exil erleben, ist das Leben im Bunker für Alia das einzige Leben, das sie kennt.

Alia wurde unter der Erde geboren und hat den Ort noch nie gesehen, den sie zukünftig helfen wird, wiederaufzubauen. Dennoch hat sie Erinnerungen an detaillierte Szenen aus dem Leben vor der Apokalypse. Ihre eigenen Erinnerungen werden durch die Geschichten ersetzt, die ihr erzählt und eingeimpft werden. Der Dialog zwischen den beiden Frauen entwickelt sich zu einem Gespräch über Rückblick, Erinnerung und Exil. Sind das Erbe und die Erinnerungen, die an Alia weitergegeben werden, von irgendeinem Nutzen, wenn die Welt zerstört wurde und eine neue wiederaufgebaut werden muss? Macht es Sinn, sich an die Vergangenheit zu klammern, ihre Mythen und Strukturen zu wiederholen?

Alias Erinnerungen erscheinen im Film als große schwarze Kugel. Sie ist Teil ihrer imaginären Welt und repräsentiert ihr gebrochenes Gedächtnis, das Fehlen eigener unabhängiger Erinnerungen und ihrer Identität. In der Ausstellung materialisiert sich die Kugel als fünf Meter hohe, tiefschwarze, kugelförmige Skulptur Monument for Lost Time. Der Boden um die Skulptur herum ist mit wunderschön verzierten Fliesen bedeckt, die auch im Filmwerk auftauchen und Erinnerungen an präapokalyptische Zeiten wieder aufleben lassen. Die Fliesen wurden von einem Fliesenhersteller im Westjordanland, wo Sansour ihre Wurzeln hat, von Hand bemalt.

Heirloom zeichnet ein Bild der Auswirkung kollektiver Erinnerungen, Exil und vererbter Traumata auf die Identität. Während In Vitro auf einer konkreten Katastrophe basiert, die geografisch im Herzen von Bethlehem liegt, ist die Auseinandersetzung mit den Themen wie Teilung, Exil und Identität universell. Mit ihren poetischen und sinnlichen Bildern etabliert Larissa Sansour den Dialog und setzt eine Perspektive auf aktuelle politische und allgemeingültige menschliche Fragen.

Larissa Sansour (geb. 1973) wurde in Ost-Jerusalem geboren, lebt aber heute in London. Sie wurde in Kopenhagen, London und New York ausgebildet. Sansour verfolgt bei ihren Arbeiten aus Film, Fotografie, Installation und Skulptur einen interdisziplinären Ansatz, der oft ihre Ausgangspunkte in einem Science-Fiction-Universum hat und sich sowohl aktuellen politischen als auch universellen menschlichen Fragen im Zusammenhang mit Identität und Zugehörigkeit widmet. Zu den jüngsten Einzelausstellungen gehören Dar El-Nimrin Beirut, Bluecoat, Liverpools Zentrum für zeitgenössische Kunst, Liverpool, das Chapter Arts Centre, Cardiff, New Art Exchange, Nottingham und Nikolaj Kunsthal, Kopenhagen. Die Dänische Kunststiftung hat Larissa Sansour's Ausstellung für den dänischen Pavillon auf der Biennale in Venedig, die vom 11. Mai bis 24. November 2019 für die Öffentlichkeit zugänglich war, ausgewählt und finanziert.

Die offizielle Eröffnung ist Donnerstag, den 12. Dezember von 17.00 - 21.00 Uhr.

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Die dänisch-palästinensische Künstlerin Larissa Sansour regt mit ihren Science-Fiction-Arbeiten zur Auseinandersetzung mit Geschichte, Erinnerung und Identität nach einer Klimakatastrophe an. Die Ausstellung Heirloom - der dänische Beitrag zur diesjährigen renommierten Biennale in Venedig - kann nun erstmals im Copenhagen Contemporary (CC) zusammen mit anderen Werken, die Sansours Universum weiterentwickeln, vor einem dänischen Publikum gezeigt werden. " data-twitter-via="ArtSceneTV" data-mail-body="http://www.art-scene.tv/news/newsdetail/datum/2019/12/12/larissa-sansour-in-kopenhagen.html" data-mail-subject="Larissa Sansour in Kopenhagen: Die dänisch-palästinensische Künstlerin Larissa Sansour regt mit ihren Science-Fiction-Arbeiten zur Auseinandersetzung mit Geschichte, Erinnerung und Identität nach einer Klimakatastrophe an. Die Ausstellung Heirloom - der dänische Beitrag zur diesjährigen renommierten Biennale in Venedig - kann nun erstmals im Copenhagen Contemporary (CC) zusammen mit anderen Werken, die Sansours Universum weiterentwickeln, vor einem dänischen Publikum gezeigt werden. (Art-Scene.tv)" data-mail-url="mailto:%20">
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